Zurück im Alltag

Nun ist es schon wieder fast zwei Wochen her, dass wir im sonnigen und heißen Japan gewesen sind. Das Wetter in Deutschland wollte uns wohl noch mal zeigen, dass es auch hier sehr heiß sein kein. Gut, dass wir alle ein Schweißtuch besitzen. Ein echter Vorteil gegenüber allen Hiergebliebenen.

Zurück im Alltag heißt auch: „Die Schule hat uns wieder!“ Dennoch: dieses Jahr ist der Start anders. All die Bilder, Begegnungen und Erlebnisse hallen noch nach und tragen über den ersten Stress hinweg.

An dieser Stelle ist es Zeit, uns bei allen denen zu bedanken, die uns diese Reise ermöglicht haben. Unser besonderer Dank gilt Herrn Gollub von Gesamtmetall, der uns im Rahmen der Initiative think ING. unterstützte und Frau Wonneberger vom Japanisch-Deutschen Zentrum in Berlin, die uns gemeinsam mit Frau Inaba, einen tollen Tourenplan organisierte und uns auf dem Vorbereitungstreffen viele Informationen gab. Auch gilt unser Danke der Stiftung Jugend forscht für die Unterstützung der Reise. Einen großen Trommelwirbel gibt es für Johannes Brattke, unseren Delegationsleiter vom MINT-EC. Danke für die tolle Zeit!

Wir freuen uns auf ein Nachbereitungstreffen. Immerhin haben wir noch getrocknete Fische von Manu, die wollen noch gegessen werden.

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Dieses Selfie entstand vor dem zweitgrößten Torii (Schrein-Tor) Japans, das sich vor dem Heian-jingū in Kyōto befindet. Unser Hashtag dazu lautet: #hashtag

Das Abenteuer des Zurückgebliebenen (nicht geistig zu verstehen!)

Teilnehmer Ben blieb, wie im letzten Blogeintrag erwähnt, noch ein paar Tage länger. Hier sein Bericht.

Tag I)
Am ersten Tag sollte es nach Nara gehen. Nara ist die ehemalige Hauptstadt Japans und hat so einiges zu bieten. Dort hatte ich mich mit einer Japanerin der Kobe Highschool, die ich hier kennengelernt hatte, verabredet. Wie sich herausstellte war das auch zwingend nötig. Der Tag fing damit an, dass ich am Hauptbahnhof von Kyoto war und ungefähr zwei Stunden benötigt habe, um das richtige Ticket zu kaufen und das richtige Gleis zu finden. Mone (die Japanerin) hatte mir exakte Angaben gemacht.

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An englische Richtungsangaben ist in Japan jedoch nicht zu denken. Deshalb hat mich ein älteres Pärchen an die Hand genommen und überall hingeführt. Als ich dann endlich im Zug war, habe ich ein weiteres nettes Mädchen getroffen, Tomoe. Tomoe studiert Englisch und möchte einmal in Amerika studieren. Mit ihr hatte ich auch direkt jemanden gefunden, der Englisch spricht und mich somit durch die Gegend führen konnte.

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Als ich am Treffpunkt ankam, musste ich kurz auf Mone warten. Nebenbei lief Deutschland gegen Japan bei Olympia. Deutschland gewann, weshalb ich mich als doitsu verstecken musste. Vergeblich. Als Mone mich dann endlich von den bösen Blicken erlöste, ging es Richtung Horyu-ji, einem Tempel der unter anderem das älteste Holzgebäude der Welt beinhaltet.

Im Anschluss ging es dann weiter Richtung Todai-ji, einem weiteren Tempel. Dieser besitzt die größte buddhistische Bronzestatue.

Was mich jedoch am meisten begeisterte, waren die freilaufenden Rehe und Hirsche von Nara. Man konnte sie streicheln und sogar füttern. Beim füttern war jedoch Vorsicht nötig, da sie gerne in den Rucksack oder die Hose beißen oder mit den Hörnern stoßen. Ohne Mone hätte ich mich an dem Tag mindestens 20 mal verlaufen. #aufgeschmissenohnejapanerinnen

Tag II)
Am nächsten Tag entschied ich mich (alleine) einen Schrein zu besuchen. Der Fushimi Insari-Taisha (=Schrein) hatte mich begeistert, da man von tausenden (keine Übertreibung) Tori Ri I (roten Toren) bis zum Gipfel des Mount Inari begleitet wurde. Diesen erreichte man nach etwa zwei Stunden wandern. Die Aussicht oben hat den Aufwand jedoch gerechtfertigt.

Danach war ich extrem erschöpft und dachte mir, zum Mittag soll es ‚was Westliches geben: Auf deutsch, McDonald’s. Dort angekommen bestellte ich 10 Chicken Nuggets und Pommes. Als ich jedoch knapp 25€ zahlen sollte wurde ich stutzig. Die Verkäuferin hatte unsere Konversation, die aufgrund fehlender Englischkenntnisse auf Zeichensprache stattfand, missinterpretiert. Sie dachte ich hätte 10 x 5 Nuggets bestellt, also 50. #languagebarrier Im Anschluss ging es auf einen Mittagsschlaf ins Hostel. Abends sollte es dann zum Daimonji (Feuer in Form eines Schriftzeichens) gehen. Also ab zum Bahnhof und los. Dachte ich. Ich musste nach dem Weg fragen. Mehr als einmal. Ich hab eine japanisch aussehende Frau angesprochen und wurde in perfektem Englisch begrüßt, sie war Amerikanerin und hieß Yoko. Wir machten uns zusammen auf den Weg. Dort angekommen meinte der Regengott (einer der 8 Millionen) es gut mit uns und schenkte uns 3 Stunden Dauerregen. Ein großzügiges Geschenk. Daimonji konnte nicht erreicht werden, da 5 Minuten Fußweg bei dem Wetter nicht machbar war, die Straßen waren überflutet. Aus einem mir unbekannten Grund wurde das Feuer trotz Regen und fehlender Zuschauer dennoch entzündet. In Japan geht eben alles nach Plan. Yoko und ich zogen uns im Jazzclub LushLife zurück, verbrachten unser Daimonji dort und warteten den Regen ab.

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Als wir zurück nach Kyoto wollten, erfuhren wir, dass die Züge aufgrund des Regens nicht mehr fuhren, weshalb ein einstündiger Umweg genommen werden musste. Es war ein sehr chaotischer Abend.

Tag III)
Am dritten Tag verabredete ich mich mit einem alten Bekannten. Diesmal war er jedoch nicht als #superguide, sondern als #superfreund dabei: Manu! Manu begleitete mich nach Osaka und hat mir die Stadt gezeigt. ,Kleines Tokyo‘ so nannte er Osaka. Osaka zeigt die moderne Seite von Japan. Wohin man schaut Hochhäuser und noch mehr Hochhäuser. Zuerst gingen wir in ein riesiges Elektronikgeschäft. Dort gab es alles, nur PC scheint niemand zu spielen? Als ich endlich ein Spiel gefunden hatte, stellte sich heraus, dass dieses nur in Japan spielbar ist. Dafür habe ich eine neue Bekanntschaft gemacht: Pepper. Pepper ist ein Roboter, mit dem man sich unterhalten kann und der sogar Witze erzählt.

Nach dem Gespräch mit Pepper ging es dann weiter zum Mittagessen. Auf dem Plan stand ,Okonomiyaki‘, eine Art japanische Pizza.

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Nach dem Essen sind wir zum Aussichtsturm gegangen. Vom 40. Stockwerk aus, welches nicht überdacht war, konnte man ganz Osaka sehen und sogar Blicke auf Kobe werfen. Unter anderem konnte man den Flughafen sehen und eine Autobahn die durch ein Hochhaus läuft.

Danach haben wir uns entschieden noch etwasbucks zu trinken. Mein Charme hat dazu geführt, dass ich ein Kommentar auf dem Becher erhielt, Manu leider nicht.

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Die restliche Zeit haben wir damit verbracht, indem wir uns auf die Ausländer-Treffpunkt-Treppe gesetzt haben und über Frauen, Japan, die Zukunft und Frauen geredet haben. Während des Trips war auch immer ,Aus welchem Land kommt dieser Asiate?‘ sehr beliebt. Meine Quote war unwahrscheinlich gut. Bei ,Wie alt ist..?‘ war ich allerdings unglaublich schlecht. Manu wird mich am 19. noch bis zum Flughafen begleiten! Wieder zurück im Hostel habe ich noch mit dem Amerikaner Stephen gesprochen. Die Topics waren unter anderem seine Arbeit als Dolmetscher, die Shinto-Religion (welche laut seiner Master-These gar keine ist) und die politische Lage in Amerika. Was die politische Lage anging waren wir uns einig, dass Trump und Clinton doof sind und dass #jetfuelcantmeltsteelbeams. Auch er ist sich sicher, dass ich wie ein Amerikaner klinge?! Im Anschluss habe ich mich noch mit einem deutschen Juristen, Marc, über die Rechtslage in Deutschland und alles mögliche unterhalten. Es war ein sehr gelungener Tag.

Tag IV)
Der letzte richtige Tag wurde mit deutscher Gesellschaft verbracht. Marc und ich sind durch Kyoto gewandert. Nach anfänglichen Verlaufen auf dem Bahnhof, ging es mit dem Bus zum Handicraft Center in Kyoto. Dort hatte ich vorher mein Schwert ergattert und Marc teilte meine Faszination und wollte ebenfalls schauen.

Danach sind wir durch Kyoto gegeistert und haben vergeblich Essen (das uns gefällt) gesucht. Das Essen wurde dann doch gefunden und nebenan war das Manga Museum. Was ein Zufall! Hunderte Asiaten haben sich dort versammelt, um Manga zu lesen, die in der persönlichen Sammlung fehlten. Wir haben allerdings nichts lesen können, da unser japanisch zu wünschen übrig lässt.

Um den Tag zu beenden suchten wir noch die Spielehalle auf und spielten neben Airhockey auch darum, seltene Anime-Fanartikel zu gewinnen. Wir waren so kurz davor. Mehrmals. Aber im Endeffekt hat es nicht geklappt. Wir kamen uns betrogen vor. (Man könnte fast sagen,  die Spiele seien so gemacht, dass man nicht gewinnen kann. Was ein Wunder!) Danach haben wir doch lieber die Einheimischen bei den Tanzspielen oder beim Monster besiegen zugesehen.

PS: Calpis, ich werde dich vermissen…img_0749

Aus 10 mach 9: Die Rückkehr

Noch vor 6 Uhr in der Frühe mussten wir gestern (Montag) aufstehen, um mit dem Taxi eineinhalb Stunden nach Osaka zum Flughafen zu fahren. Denn es ging wieder zurück nach Deutschland. Ben stand extra für die Verabschiedung mit auf (er bleibt noch ein paar Tage länger dort).

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Morgens um sechs in Japan…

Wir alle nutzen die Gelegenheit, die uns geboten wurde, für ein Powernap (Nachtrag Johannes: nicht alle🙂 ), um im Flugzeug für einen Film-Marathon bereit zu sein. Frühstück gab es bei einem japanischem Starbucks, wobei einige Getränke mit Matcha verfeinert waren.

Beim Security-Check wurden die Kullies aus Nienburg vom Personal als gefährliche Ware identifiziert. (Wir raten dem Dönhoff-Gymnasium vielleicht auf ein anderes Modell umzusteigen.)

Im Flugzeug angekommen entschieden sich 3/5 Schülerinnen und Schüler für „Bibi & Tina“ (die komplette Trilogie) und vereinzelt versuchten wir auch zu schlafen.

In Deutschland verabschiedeten wir alle zusammen Johannes, der gleich nach Berlin weiterflog. Es war eine tolle Erfahrung mit dir, du bist ein super Dellegationsleiter! #supersuperdelegationsleiter

Spruch des Tages:

Zzzz – alle

PS: Im Laufe der Japan-Reise hat sich eine Kollektion an „Schlaf-Bildern“ angesammelt – hier das Best-Of:

Episode 8: In der Eishöhle und im Lichtermeer

Heute konnten wir mal ausschlafen (7:15). Los ging es mit dem Bus zum berühmten Goldenen Pavillon, der außen mit 20 kg Gold verkleidet ist und der im Garten des Rokuon-ji-Tempels steht. Sobald man stehen blieb, wurde man allerdings von einer Welle Touristen weitergetragen, trotzdem war es ein ziemlich beeindruckender Anblick. #goldrausch

Weiter ging es zum Handycraft Center, wo wir zahlreiche Souvenirs erwarben. Ben beschenkte sich mit einem Katana (Schwert). SFS schloss sofort Freundschaft mit dem Personal.

Hungrig liefen wir zum Restaurant Shojin Ryori, wo es Essen im Buddhistischen Stil gibt, also rein vegetarisch (bis auf eine Garnele). Hauptbestandteil war Tofu, der in verschiedenen Varianten serviert wurde.

Umrahmt war das Restaurant von einem wunderschönen Garten, mit zahlreichen Wasserläufen und blühenden Lotus-Blumen. Der plötzlich einsetzende, seichte Sommerregen wandelte sich schnell zum Gewitter mit großen Tropfen, so setzten wir uns unter das Dach eines traditionellen Hauses und warteten.

Im immer noch anhaltenden Regen setzten wir unseren Weg fort, um pünktlich zu unseren nächsten Verabredung zu kommen. Glücklicherweise kam der Bus recht bald, jedoch froren wir auf Grund der sehr kalt eingestellten Klimaanlage in unseren klitschnassen Klamotten. #eishöhle

Im Ostteil der Stadt angekommen, erwartete uns eine traditionelle japanische Teezeremonie. Sehr wichtig ist die Reihenfolge: nach der Reinigung des Tee-Geschirrs wurde der Matcha (Grüntee) zubereitet und dabei schaumig geschlagen. Vielerlei Regeln sind auch beim Genießen zu beachten. Unsere zwei Freiwilligen (Aaron + Max) durften ebenfalls die Rolle des Gastgebers einnehmen.

Es folgte der zweite Teil: eine Zen-Meditation mit dem stoischen Mönch Jo In, der nur bei dem Anblick von SFS Emotionen zeigte.

Uns fehlte in unseren Galerien noch ein Bild mit Damen in Kimonos, also wurde Womanizer Ben beauftragt, zwei Frauen anzusprechen und für ein Foto zu überzeugen. Bei seinem Anblick musste er die Überzeugungsarbeit aber gleich gar nicht mehr angehen, die Zwei waren ihm direkt verfallen und wir bekamen unser Gruppenfoto:

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Dinner gab es in einem Ramen-Restaurant, da wir mal wieder Nudeln essen wollten. Ein schöner kulinarischer Abschluss unserer Reise.

Highlight des Abends war das O-bon-Fest, das japanische Totenfest: der Friedhof war mit tausenden Laternen geschmückt, die alle zusammen ein Lichtermeer bildeten. Kombiniert mit der Skyline Kyotos war es einfach traumhaft und ein unvergessliches Erlebnis.

Eine Stunde ging es mit dem Bus zurück zum Hostel wo wir jetzt, 23:16 (Deu: 16:16), diesen Blog zusammen tippen.

Spruch des Tages:

Er ist ein unglaublich geiler Typ, der bestimmt 300 Milliarden mal mehr Frauen haben kann, als du. – Johannes zu Ben über Gianluigi Buffon

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Umzug an einen noch heißeren Ort

Heute waren wir zeitig genug (6:30 Uhr) in der Sky-Lounge um dort frühstücken zu können.

Nach einem leckeren Frühstück mit super Aussicht ging es mit dem „Super Hakuto 2“ nach Kyoto. Da es in der letzten Nacht noch jede Menge Gespräche mit den anderen Delegationen gab (bis teilweise 3:00) waren wir sehr müde und mussten ein wenig Schlaf nachholen. Hier noch Bilder im wachen Zustand:

Pünktlich 9:53 erreichten wir Kyoto und unsere Stadtführerin Frau Yamashita holte uns vom Bahnhof ab. Nach der Gepäckaufgabe ging es gleich los mit der Erkundung der Stadt.

Wir begannen mit dem Besuch des Tenryu-ji-Tempels und des dazugehörigen buddhistischen Gartens. Dieser ist der erste japanische Garten nach dem alle anderen japanischen Gärten gestaltet wurden und werden.

Danach folgte das Mittagessen in einem baulich typischen japanischen Restaurant. Gestärkt ging es weiter zum Kyotoer Bambus-Hain, einem natürlich gewachsenen Bambuswald. Hierbei waren die Bambushalme beeindruckender Weise mehr als zehn Meter hoch.

Wir stiegen weiter zu einer, laut unserer Stadtführerin, typischen Aussicht auf. Und zwar auf ein sehr hübsches Tal mit Fluss.

Unterwegs trafen wir endlich einen Hund auf den wir schon lange gewartet haben, nämlich einen japanischen Shiba.

Am Fluss entlang ging es weiter Richtung Affenpark. Total romantisch konnte man darauf mit einem Boot herumrudern. Zusammen mit ungefähr tausend anderen Booten. #romantisch

Lia wäre am liebsten baden gegangen, jedoch entschieden wir uns schlussendlich doch eher für das gemeinsame Eis. Und es war super lecker.

Am Affenpark angelangt, ging es dort den Berg hinauf. Am Eingang wurde wieder darauf hingewiesen, dass wir genug trinken sollen. Die Affen im Park leben frei, das heißt, sie laufen und springen überall herum. Schon auf halber Höhe saß plötzlich ein Affe auf dem Weg und  ließ sich nicht stören. Somit konnten wir dem Sicherheitshinweis „3m Abstand zu den Affen!“ nicht einhalten.

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Doch wir haben alle überlebt:

Der Aufstieg zum höchsten Punkt des Parks war steil und wir kamen ins schwitzen.

Das Füttern der Affen war nur möglich, wenn man selbst eingesperrt in einem „Futterkäfig“ war.

Neben den Affen, die einfach neben uns spielten, saßen und sich lausten (unter anderem war ein ganz kleiner dabei), ….

…war die Aussicht über Kyoto von hier oben einfach atemberaubend. Oder auch affengeil, hahaha.

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Nun ging es schon wieder bergab, wobei wir eine kleine Pause an der Schaukel einlegen mussten. #whathappensinaffenparkstaysinaffenpark

Unten angekommen hatten wir noch etwas Zeit und konnten uns treiben lassen. In dem Viertel gab es viele kleine Läden und die Straßen waren sehr belebt: Rikschaläufer, Menschen in Kimonos und ungewohnt viele europäisch aussehende Touristen.

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Das Abendessen erfolgte in kleinen, einzeln durch Schiebetüren getrennte, traditionelle Essensräume. Trotzdem hatte die Moderne schon Einzug gehalten, wir bestellten über ein Tablet.

Auch Ben hat es wieder geschmeckt…

Unsere neue Unterkunft ist ein zwar neu eröffnetes großes Hostel, das aber traditionell gebaut ist und somit aus Holz besteht. Nur die Sache mit dem WLan klappt nur selektiv.

Wir werden heute Nacht wohl etwas Schlaf nachholen können. Und einige wohl auch müssen…

Spruch des Tages:

Das‘ doch alles scheiße! Wieso gibt es hier keine WARMEN Nudeln. – Aaron

PS: Wo ist meine Delegation?

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Von Schulen, Erdbeben und Burgern…

Unser Morgen begann mit Anstehen – 30 Minuten mussten wir auf den Einlass zum Frühstück warten. Es war sehr lecker.

Zuerst fuhren wir zur Kobe High School und trafen dort Schülerinen und Schüler die trotz Ferien ein Rahmenprogramm gestaltet haben. Wir bauten zusammen ein Spektroskop und wurden anschließend durch die Schule geführt. Dabei fiel auf, dass die Ausstattung der Labore sehr gut ist und das naturwissenschaftliche Räume Platz für 48 Schüler bieten. #kleineklassen

Auch ein Freibad mit 50m Bahnen gehörte zur Schule genauso wie ein riesiges Baseball-Feld. Und eine ziemlich gute Aussicht…

Mittags gab es wieder Essen aus der Bento-Box. Die Begeisterung war geteilt.

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Per Bus ging es weiter zum Erdbeben-Museum: ganz anders als in Deutschland sind mehrere Kinosäle im Museum verbaut. Gleich im ersten Raum konnte man auf einer 180°-Leinwand das Erdbeben live nachempfinden. Es war einfach bedrückend.

Es folgte ein nachgestelltes Trümmerfeld zerstörter Häuser, das zu einem weiteren Kinosaal führte. Ein Dokumentarfilm, gesprochen von einer 15-Jährigen, brachte uns die persönlichen Eindrücke nahe; so war es möglich, die Katastrophe noch unmittelbarer zu erleben.

Mehrere meterlange Fotowände dokumentierten das Leben nach dem großen Erdbeben. Zum Beispiel mussten Menschen fast fünf Jahre in Notunterkünften leben. Im letzten Kinosaal (3D) wurde uns gezeigt, was beim großen Tsunami-Unglück 2011 passierte und wie die Menschen mit diesem Schicksalsschlag umgingen. Nach diesen Eindrücken konnten wir beim großen Gruppenfoto draußen etwas Luft holen.

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Weiter ging es mit dem Bus zum RIKEN – ein Biologieinstitut, welches mit vielen Laboren über Japan verteilt ist. Uns wurde ein Vortrag (in hervorragendem Englisch) über die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse des Instituts gegeben, der sich mit der Erforschung und Verwendung von Stammzellen befasste. Obwohl hier die Zukunft präsentiert wurde, zeigten einige Mitglieder unserer Delegation erste Anzeichen von Erschöpfung.

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Auf Wunsch der jüngeren Delegationsmitglieder gab es zum Dinner heute westliches Essen: Burger! Im internationalen Burgervergleich von Johannes schneidet der Kobe-Burger mit der Note „sehr gut“ ab (Hinweis: er liegt jedoch ganz knapp hinter dem Kopenhagener Burger).

Spruch des Tages:

Warum streitet ihr euch denn so – so ensteht die erste Ehekrise. (Ben zu Aaron & Max)

PS: In der Lobby unseres Hotels fanden wir nach dem letzten Briefing mit Johannes einen durchsichtigen Flügel – schön anzusehen, aber unsere Angebote, Musik zu machen, wurden ausgeschlagen.

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Der Große Preis

Der Tag begann heute wieder in aller Frühe und es gab natürlich wieder ein morgendliches Breefing. Anschließend präsentierten die sechs besten und am Vortag verkündeten Schulen ihre Projekte zweieinhalb Stunden lang auf der großen Bühne, damit die Siegerschulen (die Besten der Besten der Besten) ermittelt wurden konnten. Aus den Themenbereichen Biologie, Chemie, Physik, Mathe und Technik wurde je eine Präsentation gehalten. In der darauffolgenden Verteidigung stellten auch japanische Schülerinnen und Schüler projektspezifische Fragen. Grundlegende Kritik an den Projekten scheint auch zugelassen zu sein: so stellte ein Professor die gesamten Ergebnisse einer Arbeit infrage und verwies auf ein Buch.

Mittag war schon kurz nach 11 angesetzt – es gab Bento und alle waren sehr hungrig.

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Zum Aufwärmen (die Hallen sind kälter klimatisiert, als der Winter) nutzen wir die Pause und genossen die Sonne. Aber 37 Grad sind dann doch zu viel. Nicht für alle, aber fast.

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Die Poster-Session war wieder sehr erfolgreich, wir haben viele nur Leute kennengelernt und viele Fotos gemacht. Es wurden auch fleißig Geschenke ausgetauscht.

Beim Abbauen waren wir fast die Letzten, weil wir unsere Sticker auf unser Poster übertragen mussten. Danke an alle, die uns ein „good job“ gegeben haben!

In der nun folgenden feierlichen Preisverleihung wurde Annelie die Ehre zuteil, unter großem Applaus den Publikums-Preis für Deutschland entgegenzunehmen. Annelie und Lia erhielten ihn für ihr Projekt „VITAQUA“. Wir sind alle wahnsinnig stolz. #props
Zum dritten Mal in Folge hat Deutschland somit den Publikumspreis für die beste ausländische Arbeit erhalten! Insgesamt waren in diesem Jahr 28 Gast-Projekte aus 10 Ländern dabei.

Die Auszeichnungen für die japanischen Projekte wurden  unter anderem vom Vizeminister des Ministry of Education, Culture, Sports, Science and Technology (MEXT) überreicht, was für die Schülerinnen und Schüler eine große Ehre darstellte. Nach Ende der offiziellen Zeremonie kam er zu uns um zu gratulieren und brachte damit der deutschen Delegation ein hohes Maß an Wertschätzung entgegen.

Nach der Veranstaltung gab es ein Gruppenfoto mit allen ausländischen Gästen, wobei sich Annelie und Lia sich neben die wichtigsten japanischen Gäste der SSF platzierten.

Im letzten Breefing des Tages wurden uns Gastgeschenke überreicht und wir wurden offiziell von Frau Dr. Watanabe verabschiedet.

Der abschließende Tagesordnungspunkt war das Dinner. Ben zog die kleinen Kinder an wie die Haribos die God-job-Sticker. Und hat jetzt einen neuen besten Kumpel:

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Spruch des Tages:

Wo ist Torben? – alle

P.S.: Morgen gibt’s Burger.

Haribo macht Kinder froh, und Japaner ebenso!

Noch vor den hier einheimischen Vögeln sind wir heute aufgestanden: 5:15 Uhr, um genau zu sein. Nach einem dezent westlichen Frühstück, ging es weiter zum ersten Briefing des Tages. #18mal’you know‘

In einer kühlen, großen Halle mit Stühlen für Zwerge fand die Opening Ceremony statt. Wir haben einen Vortrag von einem Professor gehört, der beinahe einen Nobelpreis erhalten hätte, hätte er das Wort „Fußball“ in seiner wissenschaftlichen Arbeit erwähnt. Und: Hier darf ein Professor anscheinend Wikipedia nutzen.

Es folgten ein zweistündiges Warm-Up, in dem wir unsere Projekte erstmals präsentierten, quasi der Beginn der Poster-Session.

Für ausländische Projekte gilt es, von allen möglichst viele Good-Job-Sticker zu erhaschen. Am Ende des Warm-Ups klebten schon eine ordentliche Menge Sticker an unseren Ständen.

Nach dem Mittag ging das Sammeln richtig los.

Zum Mittag gab es „lecker“ Bento (für einige von uns okay, andere waren skeptisch) und als Vorspeise zwei „you know“.

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Und jetzt ging es zur Sticker-sammel-Japaner-mit-Geschenken-Fanfarbe-Fotos-glücklich-mach-Session.

Die Erfurter-Jungs hielten von 15:06 Uhr bis 15:39 Uhr ihre Oral-Presentation (Vortrag ihres Projektes) vor 50 interessierten Zuhörern.

Manu  überraschte uns mit handballgroßen Riesenpfirsichen. Er war den ganzen Tag aus Interesse bei uns, übersetzte tatkräftig und motivierte uns mit einem Lächeln weiter zu machen. #supersuperguide

Danke Manu!!!!

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17:00 Uhr endete die spannende und vielseitige Poster-Session. Bei der Deutschen Delegation befanden sich knapp 400 Sticker. Wir haben viele interessante Leute kennengelernt, jedoch blieb leider kaum Zeit selbst Projekte anzuschauen.

Dann, 17:30 Uhr, wurden sechs japanische Projekte benannt, die morgen im großen Saal vorgestellt werden dürfen.

Danach hieß es ByeBye Manuel. Wir werden dich sehr vermissen.

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Anschließend gab es Briefing Nr. 3 mit gerade einmal sieben „you know“. Hierbei wurden Teilnehmerurkunden überreicht.

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Unsere Anführerin führte uns im Anschluss ins Restaurant. Es war richtig gut. Bei der Heimreise mit der japanischen S-Bahn stellten wir fest, dass der Beruf des Zugführers in Japan ausgestorben ist.

Zurück im  Hotel gab es Briefing Nr. 4, aber dieses Mal von Johannes.

Jetzt sitzen wir im Zimmer, Torben schläft und der Blog ist fertig.

PS: you know?

Rechenaufgabe: Wie viele you-knows findet ihr?

Zitat des Tages:

Da müssen wir mal den Specht befragen. – Aaron

 

 

Sorry, Felix

Heute hat Johannes dem Super-Maskottchen SieFelix-san im Hostel eine Pause gegönnt.

alleine…

dunkel…

stickig…

hungrig…

verzweifelt…

(Notiz Johannes: Stimmt alles nicht!)

Gefrühstückt haben wir wieder bei unserem Stammbäcker. Heute gab es aber Pfannkuchen mit Überraschung, denn die Füllung bestand aus Hühnchen, Ei und Curry.

Auf unserem Weg durch die Stadt stießen wir auf ein iPhone-Sonderangebot: 28€ pro Stück! Martin wollte den Laden leerkaufen solange bis wir feststellten, dass es doch um die 600€ sind. Weiter ging unser Stadtspaziergang:

Zum Abschied überreichte uns Manu ein Geschenk – spezielle japanische Handtücher, die hier in Japan sehr populär sind, um sich den Schweiß aus dem Gesicht zu wischen. Danke Manu, du bist ein echter #superguide.

Frau Konichi (unser Guide für die nächsten Tage) machte uns beim Transfer zum Hotel klar, dass es sich bei Obst nicht um eine Mahlzeit handelt. Aus diesem Grund mussten  wir auf japanische Reis-Dreiecke umsteigen.

Das „Kobe Portopia Hotel“ ließ keine Wünsche übrig. Außer den Öffnungszeiten des Pools, doch der Blick auf den Hafen ist aus dem 12. Stock wundervoll.

Dann begann der offizielle Teil der SSF:  Registrierung, Aufbau, Meetings und die Eröffnungszeremonie, wo uns die japanischen Schüler unserer betreuenden Partner-Schule erwarteten. Bei der Eröffnung stellten sich alle „oversea-schools“ vor, wo Deutschland mit einer überragenden Rede glänzte.

Um das Eis zu brechen zeigten die Schüler uns „activities“: wir falteten zusammen einen kunstvollen Origami-Kranich und sie brachten uns das Finger-Verknotungs-Spiel bei. Sensei brachte uns selbstgemachte Süßigkeiten mit.

Spruch des Tages:

Obst ist keine Mahlzeit. – Frau Konichi

 

PS: Wiederholte Marathon-Grüße an Herrn Gollub:

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PPS: Entschuldigung an SieFelix-san für die Beleidigung „plüschtier“. (Suchen Paartherapie für SieFelix-san und Johannes. Nachtrag Johannes: Wohl eher für SieFelix-san und Ben. Siehe Bild.)

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Episode 2: Einkehr in Himeji

Unser Tag begann mit einem Frühstück bei einem hiesigen Bäcker. #lecker

Gestärkt ging es mit dem Zug nach Himeji. Dabei galt es sich ordentlich anzustellen.

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In Himeji erwartete uns ein Abenteuer mit der Bank – nach dem 4. Versuch empfing uns eine Dame mit einem Formblatt. Und damit begann die Tragödie. Eine zweite Mitarbeiterin ging mit uns alle gemachten Fehler beim Ausfüllen des Formblattes durch (es waren viele). Die falschen Äußerungen wurden gestrichen und der Zettel musste bei jedem Fehler unterschrieben werden. Nach nur 30 Minuten kam die dritte Fachkraft mit unserer Kohle, verpackt in roten Plastikschalen.

Manuel, #superguide, führte uns zu einem großem mittelalterlichen Bauwerk, der „Burg des weißen Kranichs“, welches UNESCO Weltkulturerbe ist.

27 verschiedene Kurven im Zickzack-Weg hielten früher den Feind davon ab zum 6-stöckigen Herzstück der Anlage vorzudringen. Die Tore nahmen an Höhe ab, weswegen Martin und Johannes leider draußen bleiben mussten.

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Die Stufen zwischen den Etagen glichen eher einer Bergpartie, aber die Fenster mit der phänomenalen Aussicht verschafften uns eine kurze Kühlung.

Zum Mittag gab es gleich gegenüber Aal und als Dessert Softeis: Soda-, Soja- und schwarzer Sesam-Geschmack. Auf dem Weg zum Koko-En Garden trafen wir den Lilafarbenen Ninja: er lud uns energisch, mit einem Schwert fuchtelnd, ein, Fotos mit uns zu machen. Die Ergebnisse gibt’s hier:

Erholung bot der wunderschöne Garten mit Riesen-Kois, Wasserfällen und Bambus. Er wurde auf den Resten einer Samurai-Siedlung errichtet, die Wege konnten wir noch betreten. Sämtliche Biologen-Herzen (2) schlugen höher.

Mitten im Bambus-Garten zeigte Manuel uns, wie man ein Boot aus einem Bambusblatt baut.

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Nicht nur Pflanzen brauchen Wasser zum wachsen, uns tat die Dusche auch gut.

Noch besser aber war das Sushi, was uns auf einem Fließband serviert wurde. Die zahlreichen Bilder sprechen für sich:

Spruch des Tages:

Torben, aber bitte nicht auf das Frauen-Gesicht! – Ben

 

PS: Lieber Herr Gollub, einen Gruß für Sie:

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