Vorstellung der Delegation 2017: (2) Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd

Landesgymnasium für Hochbegabte_2017

Julia Carlotta Piazolo, Margaretha Feulner und Lehrer Dr. Lukas Amadeus Schachner (von links) vom Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd.

Wir, das sind Margaretha Feulner und Julia Piazolo, freuen uns sehr, dieses Jahr mit nach Japan reisen zu dürfen! Wir kommen vom Landesgymnasium für Hochbegabte (LGH) in Schwäbisch Gmünd und werden von unserem Lehrer Herrn Dr. Schachner begleitet. Noch keiner von uns war je in Japan und so sind wir besonders gespannt darauf, die kulturellen Besonderheiten des Landes und natürlich die Japaner selbst kennenzulernen.

Unsere Schule ist eine MINT-EC-Schule, die viele Möglichkeiten bietet, sich über den eigentlichen Schulstoff hinaus mit anderen Themengebieten zu beschäftigen. So existiert eine Vielzahl an Addita aus dem naturwissenschaftlichen, sprachlichen, sportlichen oder aber auch musisch-künstlerischem Bereich. Wir hatten zum Beispiel das Glück, unser Projekt „Antibiotikaresistente Keime in Rohmilch – die Gefahr aus dem Stall“ an unserem Schülerlabor erarbeiten zu können. Außerdem ist das LGH eine Internatsschule und nachdem wir beide nun das Abitur gemacht haben, werden wir das Wohnen und Leben dort sehr vermissen.

Bei unserem Projekt an dem wir nun schon zwei Jahre forschen, geht es, wie der Titel bereits verrät, um antibiotikaresistente Keime in der Tierzucht. Wir wollten feststellen, inwiefern der reduzierte Einsatz von Antibiotika zu einer signifikanten Veränderung hinsichtlich der Resistenzentwicklung führt. Als Untersuchungsgrundlage hierfür diente Rohmilch, anhand derer wir verschiede Biobauernhöfe und konventionelle Großbetriebe verglichen und einzelne Kulturen auch in Bezug auf Multiresistenzen oder den horizontalen Gentransfer hin untersuchten. Die Arbeit am Projekt war zwar oft anstrengend, hat zusammen im Team aber immer sehr viel Spaß gemacht.

Margaretha Feulner
Mein Name ist Margaretha Feulner, aber alle nennen mich Greta. Momentan bin ich noch 19 Jahre alt, ich werde aber zu Beginn unserer Reise 20 werden. Das LGH habe ich nur in der Oberstufe besucht, aber ich bin froh, über die kurze Zeit so tolle Freunde gefunden zu haben, zum Beispiel Julia. Durch unser Jugend-forscht-Projekt in der Sparte Biologie dieses Jahr sind wir richtig zusammengewachsen.
Zu meiner Person kann ich sagen, dass ich gerne lese (gut, dass jetzt nach dem Abitur viel Zeit dafür ist). Außerdem gehe ich gerne laufen, oder lange mit dem Hund spazieren (wobei ich beides, Hunde- und Katzenmesch, bin. Oh, und das Glas ist halb voll!). Neben der Biologie ist das Theater meine zweite große Leidenschaft. Um meiner naturwissenschaftlichen Neigung zu folgen würde ich aber gerne zu diesem Wintersemester ein Studium in Richtung Biochemie oder Biologie beginnen.
Jetzt freue ich mich aber erst einmal sehr auf Japan. Ich bin gespannt, das Land erleben zu dürfen, dass ich schon als Kind besuchen wollte und hoffe für meinen weiteren akademischen und persönlichen Weg viel mitzunehmen. Also: Auf eine tolle Zeit!

Julia Piazolo
Ich bin 17 Jahre alt und komme aus Friedrichshafen am Bodensee. Seit 2014 bin ich als interne Schülerin am LGH in Schwäbisch Gmünd und habe dieses Jahr dort Abitur gemacht. Nach den Sommerferien und der Japanreise werde ich im Herbst wahrscheinlich mit einem Chemie-Studium beginnen. In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport und lese viel. Außerdem spiele ich Bratsche und singe im Chor.
Die Japanreise wird für mich sicherlich ein ganz besonderes Ereignis. Zunächst freue ich mich natürlich darauf, unser Projekt nochmals vorstellen zu können und mir die japanischen Projekte anzusehen. Besonders gespannt bin ich aber darauf, mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch zu kommen und mehr über deren Sitten und kulturellen Gebräuche zu erfahren. Diese scheinen sich doch sehr von den unsrigen zu unterscheiden und ich finde es schön, mir bald selbst ein Bild machen zu können und hoffe, dabei in nicht allzu viele Fettnäpfchen zu treten.

Dr. Lukas Amadeus Schachner
Herr Dr. Schachner ist Fachschaftsleiter NwT am LGH und unterrichtet Physik, NwT, Italienisch, Latein und Arabisch. Außerdem übernimmt er die stellvertretende Internatsleitung für die Oberstufe. Studiert hat er an verschiedenen Universitäten in mehreren Städten, so auch in Wien, Tunis, Paris und Oxford. Bevor er als Lehrer zu uns kam, war er an der Universität Heidelberg, der University of Oxford, am St. John’s College (Oxford) und an der Universität des Saarlandes tätig. Seine besonderen Interessen gelten der Wissenschaftsgeschichte, physikalische Archäometrie, Byzantinistik, Orientalistik und Islamwissenschaft, Archäologie und Kunstgeschichte. Außerdem ist er begeisterter Fotograf und mag Kirchenmusik und Jazz.

Insgesamt erwarten wir die Reise alle in großer Vorfreude und sind gespannt auf eine interessante und erlebnisreiche Zeit im fernen Osten!

Vorstellung der Delegation 2017: (1) Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg

Friedrich-Dessauer-Gymnasium_2017

Felix Leon Braun, Luca Fäth und Lehrer Alexander Pabst (von links) vom Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg.

Wir sind Luca und Felix vom Friedrich-Dessauer-Gymnasium in Aschaffenburg. Das Besondere an unserer Gruppe ist, dass wir mit zwei Projekten antreten. Luca hat ein Self-balancing Unicycle gebaut und ich (Felix) habe mit Flechten als Bioindikator im Obstbau geforscht. Uns begleitet Herr Pabst, unser MINT- Koordinator und mein ehemaliger Mathelehrer. Erst vor wenigen Tagen haben wir unser Abiturzeugnis erhalten und planen gerade für unsere Zukunft. Da trifft es sich doch perfekt, dass wir jetzt unsere Projekte Jungforschern in Japan vorstellen dürfen.

Das Friedrich-Dessauer-Gymnasium ist ein naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium mit ca. 1400 Schülern. Dies ermöglicht unserer Schule ein großes Spektrum von Arbeitsgemeinschaften im naturwissenschaftlichen, sportlichen und künstlerischen Bereich anzubieten. Dieses Jahr sind wir die Jugend-forscht-Schule 2017 geworden.

Felix Leon Braun
Geboren am 11.05.1999 in Aschaffenburg und seit 2009 Schüler am Friedrich-Dessauer-Gymnasium. Seit ca. 5 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Flechten. Zu Beginn legte ich Forschungsreihen zur gezielten Ansiedlung von Flechten an und betätigte mich anschließend in der Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Flechten, um mehr Interesse und Akzeptanz für diese besonderen Lebewesen zu erreichen. In meinem neusten Projekt nutze ich die Eignung von Flechten als Bioindikator für die Überprüfung der Pflanzenschutzmittelbelastung im Obstbau. Für den Herbst strebe ich ein Studium in Human- und Molekularbiologie an. Meine Hobbies sind Badminton und Bogenschießen. Wenn die Zeit reicht, gehe ich auch gerne schwimmen und Fahrrad fahren; außerdem spiele ich Snaredrum im Fanfarenzug.
Wir wurden schon davor gewarnt, wie groß die Umstellung auf die japanische Kultur sein würde und dass wir wohl viel falsch machen können. Dennoch freue ich mich wahnsinnig darauf herauszufinden, worin denn genau die Unterschiede liegen und wie groß sie sind; vor allem aber auch, wo wir Gemeinsamkeiten haben.

Luca Fäth
Geboren am 22.07.1999 in Aschaffenburg und seit 2009 Schüler am Friedrich-Dessauer-Gymnasium. Vor 2 Jahren habe ich die Idee gehabt, ein selbstbalancierendes Einrad zu konstruieren, welches ich dieses Jahr bei Jugend forscht vorgestellt habe. Mit meinem Einrad ist es möglich, sich nur mit der Verlagerung des eigenen Körperschwerpunktes, vor- bzw. rückwärts zu bewegen. Es wird umweltfreundlich von einem Elektromotor angetrieben. Die Spitzengeschwindigkeit beträgt dabei 25 km/h und die Akkulaufzeit beläuft sich auf circa 2 Stunden. Nach einem Auslandsjahr in Neuseeland möchte ich gerne Maschinenbau oder Mechatronik dual studieren. In meiner Freizeit spiele ich Fußball im Verein und bin Teamer einer Jugendgruppe. Außerdem spiele ich Klavier und bin begeisterter Hobby-Fotograf. Deshalb freue ich mich auch sehr auf die Japan-Reise. Japan beherbergt die größten Kamerahersteller und ist generell ein technisch fortschrittliches Land. So ist es für mich besonders interessant, sowohl die dortige Technikwelt als auch die japanische Kultur zu entdecken.

Alexander Pabst
Aufgewachsen in Erlangen, der Stadt, in der der diesjährige Bundesentscheid von Jugend forscht stattgefunden hat. Dort hat Herr Pabst auch sein Abitur gemacht und dann von 1991 bis 1997 Mathematik und Physik an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen studiert.
Von 1997 bis 1999 war er Referendar in Fürth und Erlangen und seit 1999 ist er Lehrer am Friedrich-Dessauer-Gymnasium in Aschaffenburg.
Jetzt ist Herr Pabst Mitarbeiter in der Schulleitung und MINT-Koordinator unserer Schule.
Als Hobbies gibt er Fußball schauen (am besten im Stadion) und Wasserball spielen an.
Deshalb hat er sehr großes Interesse daran, ein Fußballspiel in Japan live zu erleben. Ansonsten ist er vor allem gespannt darauf, welche Projekte die japanischen Jungforscher im Bereich Mathematik vorstellen.

Natürlich freuen wir Schüler uns darauf, unsere Projekte den japanischen Schülerinnen und Schülern und Jungforschern vorzustellen und sind auf ihre Rückmeldungen gespannt. Das Kennenlernen der Menschen sowie ihrer Kultur und vor allem die direkte Begegnung mit ihnen und das gemeinsame Erleben, ist unserer Gruppe jedoch an dieser Japanreise das Allerwichtigste.

Große Ehre: Deutsche Delegation nimmt an Japans Super Science Highschool Students Fair 2017 teil

Japan ruft! Bereits zum sechsten Mal in Folge erging an MINT-EC als dem deutschen Excellence-Schulnetzwerk die Einladung nach Japan, um Deutschland dort auf der Super Science Highschool Students Fair (SSF) exklusiv zu vertreten.
Auch im Jahr 2017 wird somit eine MINT-EC-Jugend-forscht-Delegation nach Japan reisen und auf Schülerinnen und Schüler exzellenter japanischer MINT-Gymnasien treffen und die über 200 naturwissenschaftlichen Projekte kennenzulernen, die in etwa mit Jugend forscht-Projekten vergleichbar sind. Und natürlich ihre eigenen zu zeigen: Die Delegation besteht nämlich aus Schülerinnen und Schülern der MINT-EC-Schulen und ihren Lehrkräften, die mit Projekten beim Jugend forscht-Bundeswettbewerb beteiligt waren.
Die Science Fair findet in Kobe statt und ist in etwa mit dem Jugend forscht-Bundeswettbewerb vergleichbar. Daneben wird es für die deutsche Delegation noch ein Kulturprogramm geben.

Am 04. Juli traf die Gruppe erstmals zusammen, dabei entstand obiges Foto. Zum Vorbereitungstreffen hatte Wolfgang Gollub, Vorstandsvorsitzender des MINT-EC (auf dem Foto links), ins Haus Gesamtmetall geladen. Dort lernte die Gruppe auch ihren Delegationsleiter Johannes Brattke aus der MINT-EC-Geschäftsstelle kennen (auf dem Foto vorn). Zudem gab Organisatorin Tatjana Wonneberg vom Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (jdzb) (auf dem Foto hinten, Zweite von rechts) wichtige Informationen zum Ablauf der Reise, zur japanischen Kultur und den dortigen Verhaltensweisen.

Die Delegation setzt sich in diesem Jahr zusammen aus: Felix Leon Braun, Luca Fäth und Lehrer Alexander Pabst vom Friedrich-Dessauer-Gymnasium in Aschaffenburg, Julia Piazolo, Margaretha Feulner und Lehrer Dr. Lukas Amadeus Schachner vom Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbisch-Gmünd, Yanick Prianon, Lukas Moritz Roth und Lehrerin Madeleine Müller vom Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lebach, sowie Delegationsleiter Johannes Brattke von MINT-EC.
Die Delegation und ihre Projekte werden in den kommenden Wochen (nach Schulen unterteilt) auf diesem Blog vorgestellt.

Während der Reise wird es zudem auf der MINT-EC-Facebook-Seite tagesaktuelle Postings geben: facebook.com/MINTECnetzwerk
Und auch Super-Maskottchen SieFelix-san wird erneut nach Japan mitreisen und fleißig posten, hat nämlich eine eigene Facebook-Seite: facebook.com/siefelixsan

Weitere Informationen zur SSF, dem Besuch der Delegationen in den Vorjahren und den Projekten finden sich in der Rubrik Über diesen Blog.

MINT-EC möchte sich bedanken, denn unterstützt und ermöglicht wird der Aufenthalt erst von der Stiftung Jugend forscht, Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. sowie dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDZB).


Warum gibt es diesen Blog?

Im Jahr 2014 schrieben die mitreisenden Schülerinnen und Schüler aus eigener Motivation heraus einen Blog: https://ssh2014.wordpress.com. Nicht nur bei den Familien, Freundinnen und Freunden und in den Schulen kam dieser gut an. Auch zahlreiche Menschen aus dem Netzwerk und Umfeld von MINT-EC, Jugend forscht, think ING. und dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin verfolgten die zum Teil sehr unterhaltsamen Beiträge und zahlreichen Fotos – wurde doch alles tagesaktuell veröffentlicht. Für Reisen in den Folgejahren wurde daher die Pflege eines Blogs als fester Bestandteil der Reise geplant und seit der Fahrt 2015 gepflegt.

Viel Spaß beim Lesen!

Zurück im Alltag

Nun ist es schon wieder fast zwei Wochen her, dass wir im sonnigen und heißen Japan gewesen sind. Das Wetter in Deutschland wollte uns wohl noch mal zeigen, dass es auch hier sehr heiß sein kein. Gut, dass wir alle ein Schweißtuch besitzen. Ein echter Vorteil gegenüber allen Hiergebliebenen.

Zurück im Alltag heißt auch: „Die Schule hat uns wieder!“ Dennoch: dieses Jahr ist der Start anders. All die Bilder, Begegnungen und Erlebnisse hallen noch nach und tragen über den ersten Stress hinweg.

An dieser Stelle ist es Zeit, uns bei allen denen zu bedanken, die uns diese Reise ermöglicht haben. Unser besonderer Dank gilt Herrn Gollub von Gesamtmetall, der uns im Rahmen der Initiative think ING. unterstützte und Frau Wonneberger vom Japanisch-Deutschen Zentrum in Berlin, die uns gemeinsam mit Frau Inaba, einen tollen Tourenplan organisierte und uns auf dem Vorbereitungstreffen viele Informationen gab. Auch gilt unser Danke der Stiftung Jugend forscht für die Unterstützung der Reise. Einen großen Trommelwirbel gibt es für Johannes Brattke, unseren Delegationsleiter vom MINT-EC. Danke für die tolle Zeit!

Wir freuen uns auf ein Nachbereitungstreffen. Immerhin haben wir noch getrocknete Fische von Manu, die wollen noch gegessen werden.

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Dieses Selfie entstand vor dem zweitgrößten Torii (Schrein-Tor) Japans, das sich vor dem Heian-jingū in Kyōto befindet. Unser Hashtag dazu lautet: #hashtag

Das Abenteuer des Zurückgebliebenen (nicht geistig zu verstehen!)

Teilnehmer Ben blieb, wie im letzten Blogeintrag erwähnt, noch ein paar Tage länger. Hier sein Bericht.

Tag I)
Am ersten Tag sollte es nach Nara gehen. Nara ist die ehemalige Hauptstadt Japans und hat so einiges zu bieten. Dort hatte ich mich mit einer Japanerin der Kobe Highschool, die ich hier kennengelernt hatte, verabredet. Wie sich herausstellte war das auch zwingend nötig. Der Tag fing damit an, dass ich am Hauptbahnhof von Kyoto war und ungefähr zwei Stunden benötigt habe, um das richtige Ticket zu kaufen und das richtige Gleis zu finden. Mone (die Japanerin) hatte mir exakte Angaben gemacht.

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An englische Richtungsangaben ist in Japan jedoch nicht zu denken. Deshalb hat mich ein älteres Pärchen an die Hand genommen und überall hingeführt. Als ich dann endlich im Zug war, habe ich ein weiteres nettes Mädchen getroffen, Tomoe. Tomoe studiert Englisch und möchte einmal in Amerika studieren. Mit ihr hatte ich auch direkt jemanden gefunden, der Englisch spricht und mich somit durch die Gegend führen konnte.

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Als ich am Treffpunkt ankam, musste ich kurz auf Mone warten. Nebenbei lief Deutschland gegen Japan bei Olympia. Deutschland gewann, weshalb ich mich als doitsu verstecken musste. Vergeblich. Als Mone mich dann endlich von den bösen Blicken erlöste, ging es Richtung Horyu-ji, einem Tempel der unter anderem das älteste Holzgebäude der Welt beinhaltet.

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Im Anschluss ging es dann weiter Richtung Todai-ji, einem weiteren Tempel. Dieser besitzt die größte buddhistische Bronzestatue.

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Was mich jedoch am meisten begeisterte, waren die freilaufenden Rehe und Hirsche von Nara. Man konnte sie streicheln und sogar füttern. Beim füttern war jedoch Vorsicht nötig, da sie gerne in den Rucksack oder die Hose beißen oder mit den Hörnern stoßen. Ohne Mone hätte ich mich an dem Tag mindestens 20 mal verlaufen. #aufgeschmissenohnejapanerinnen

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Tag II)
Am nächsten Tag entschied ich mich (alleine) einen Schrein zu besuchen. Der Fushimi Insari-Taisha (=Schrein) hatte mich begeistert, da man von tausenden (keine Übertreibung) Tori Ri I (roten Toren) bis zum Gipfel des Mount Inari begleitet wurde. Diesen erreichte man nach etwa zwei Stunden wandern. Die Aussicht oben hat den Aufwand jedoch gerechtfertigt.

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Danach war ich extrem erschöpft und dachte mir, zum Mittag soll es ‚was Westliches geben: Auf deutsch, McDonald’s. Dort angekommen bestellte ich 10 Chicken Nuggets und Pommes. Als ich jedoch knapp 25€ zahlen sollte wurde ich stutzig. Die Verkäuferin hatte unsere Konversation, die aufgrund fehlender Englischkenntnisse auf Zeichensprache stattfand, missinterpretiert. Sie dachte ich hätte 10 x 5 Nuggets bestellt, also 50. #languagebarrier Im Anschluss ging es auf einen Mittagsschlaf ins Hostel. Abends sollte es dann zum Daimonji (Feuer in Form eines Schriftzeichens) gehen. Also ab zum Bahnhof und los. Dachte ich. Ich musste nach dem Weg fragen. Mehr als einmal. Ich hab eine japanisch aussehende Frau angesprochen und wurde in perfektem Englisch begrüßt, sie war Amerikanerin und hieß Yoko. Wir machten uns zusammen auf den Weg. Dort angekommen meinte der Regengott (einer der 8 Millionen) es gut mit uns und schenkte uns 3 Stunden Dauerregen. Ein großzügiges Geschenk. Daimonji konnte nicht erreicht werden, da 5 Minuten Fußweg bei dem Wetter nicht machbar war, die Straßen waren überflutet. Aus einem mir unbekannten Grund wurde das Feuer trotz Regen und fehlender Zuschauer dennoch entzündet. In Japan geht eben alles nach Plan. Yoko und ich zogen uns im Jazzclub LushLife zurück, verbrachten unser Daimonji dort und warteten den Regen ab.

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Als wir zurück nach Kyoto wollten, erfuhren wir, dass die Züge aufgrund des Regens nicht mehr fuhren, weshalb ein einstündiger Umweg genommen werden musste. Es war ein sehr chaotischer Abend.

Tag III)
Am dritten Tag verabredete ich mich mit einem alten Bekannten. Diesmal war er jedoch nicht als #superguide, sondern als #superfreund dabei: Manu! Manu begleitete mich nach Osaka und hat mir die Stadt gezeigt. ,Kleines Tokyo‘ so nannte er Osaka. Osaka zeigt die moderne Seite von Japan. Wohin man schaut Hochhäuser und noch mehr Hochhäuser. Zuerst gingen wir in ein riesiges Elektronikgeschäft. Dort gab es alles, nur PC scheint niemand zu spielen? Als ich endlich ein Spiel gefunden hatte, stellte sich heraus, dass dieses nur in Japan spielbar ist. Dafür habe ich eine neue Bekanntschaft gemacht: Pepper. Pepper ist ein Roboter, mit dem man sich unterhalten kann und der sogar Witze erzählt.

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Nach dem Gespräch mit Pepper ging es dann weiter zum Mittagessen. Auf dem Plan stand ,Okonomiyaki‘, eine Art japanische Pizza.

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Nach dem Essen sind wir zum Aussichtsturm gegangen. Vom 40. Stockwerk aus, welches nicht überdacht war, konnte man ganz Osaka sehen und sogar Blicke auf Kobe werfen. Unter anderem konnte man den Flughafen sehen und eine Autobahn die durch ein Hochhaus läuft.

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Danach haben wir uns entschieden noch etwasbucks zu trinken. Mein Charme hat dazu geführt, dass ich ein Kommentar auf dem Becher erhielt, Manu leider nicht.

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Die restliche Zeit haben wir damit verbracht, indem wir uns auf die Ausländer-Treffpunkt-Treppe gesetzt haben und über Frauen, Japan, die Zukunft und Frauen geredet haben. Während des Trips war auch immer ,Aus welchem Land kommt dieser Asiate?‘ sehr beliebt. Meine Quote war unwahrscheinlich gut. Bei ,Wie alt ist..?‘ war ich allerdings unglaublich schlecht. Manu wird mich am 19. noch bis zum Flughafen begleiten! Wieder zurück im Hostel habe ich noch mit dem Amerikaner Stephen gesprochen. Die Topics waren unter anderem seine Arbeit als Dolmetscher, die Shinto-Religion (welche laut seiner Master-These gar keine ist) und die politische Lage in Amerika. Was die politische Lage anging waren wir uns einig, dass Trump und Clinton doof sind und dass #jetfuelcantmeltsteelbeams. Auch er ist sich sicher, dass ich wie ein Amerikaner klinge?! Im Anschluss habe ich mich noch mit einem deutschen Juristen, Marc, über die Rechtslage in Deutschland und alles mögliche unterhalten. Es war ein sehr gelungener Tag.

Tag IV)
Der letzte richtige Tag wurde mit deutscher Gesellschaft verbracht. Marc und ich sind durch Kyoto gewandert. Nach anfänglichen Verlaufen auf dem Bahnhof, ging es mit dem Bus zum Handicraft Center in Kyoto. Dort hatte ich vorher mein Schwert ergattert und Marc teilte meine Faszination und wollte ebenfalls schauen.

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Danach sind wir durch Kyoto gegeistert und haben vergeblich Essen (das uns gefällt) gesucht. Das Essen wurde dann doch gefunden und nebenan war das Manga Museum. Was ein Zufall! Hunderte Asiaten haben sich dort versammelt, um Manga zu lesen, die in der persönlichen Sammlung fehlten. Wir haben allerdings nichts lesen können, da unser japanisch zu wünschen übrig lässt.

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Um den Tag zu beenden suchten wir noch die Spielehalle auf und spielten neben Airhockey auch darum, seltene Anime-Fanartikel zu gewinnen. Wir waren so kurz davor. Mehrmals. Aber im Endeffekt hat es nicht geklappt. Wir kamen uns betrogen vor. (Man könnte fast sagen,  die Spiele seien so gemacht, dass man nicht gewinnen kann. Was ein Wunder!) Danach haben wir doch lieber die Einheimischen bei den Tanzspielen oder beim Monster besiegen zugesehen.

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PS: Calpis, ich werde dich vermissen…img_0749