Monat: August 2015

Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte

Weil dies unser letzter, gemeinsamer Tag in Japan ist, verzichten wir auf den obligatorischen Text über die Ereignisse des Tages.

Nur so viel sei gesagt: Wir werden uns und diese Reise nie vergessen.

Lisa, Felix, Lukas, Tobias, Michael, Marius, Gabi, Klaus, Sven und Johannes 🙂

 

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Und wer sind wir eigentlich??

Mittlerweile ist unsere Japan-Fahrt fast vorbei, morgen ist unser letzter ganzer Tag in „Nihon“, wie man es hier nennt. Da fällt uns ein – Sie kennen uns alle gar nicht, wird also wohl höchste Zeit 🙂

Fangen wir mit unserem Delegationsleiter an: Johannes Brattke alias Jo-san. Hauptberuflich auf unserer Reise ist er Finanzminister, denn jede Mahlzeit wird IMMER von ihm gezahlt (daran könnte man sich glatt gewöhnen;) ). Gleichzeitig ist er auch der Hüter unseres heiligen Maskottchens SieFelix-san, um dessen Wohlbefinden und Medienpräsenz er sich liebevoll kümmert.

#WeißImmerWiesWeitergeht #Finanzminister #Planer #Organisator #Jo-san #großUndLächelt #Fluglotse

Meistens mit ihm unterwegs ist SieFelix-san alias bestes Maskottchen der Welt. SieFelix weist dabei eindeutig auf unsere #nogender-Einstellung hin. SieFelix-san trägt einen wunderschönen blau-weißen, von der letzten Delegation (Danke, Elena) selbstgeschneiderten Kimono und lässt sich am liebsten in den verschiedensten Momenten unserer Reise mit und ohne Delegation ablichten. Außerdem gefällt es SieFelix-san besonders gut, wenn er/sie/es von allen gestreichelt und getragen wird.

#süüüß #soFluffy #schönsterKimono #japanischerName #alleLiebenIhnSieEs #nogender

Weiter geht’s mit den Koblenzern vom Max-von-Laue-Gymnasium. Die bezauberten übrigens die anderen Teilnehmer der Science Fair mit ihrem Projekt (Add-Sense; Ein Helm und Gürtel, die blinden Menschen helfen sollen, im Leben zurechtzukommen und Hindernisse zu umgehen)!

Lehr(oder leer? :D)kraft von dort ist Herr Hebestedt alias Sven-san. Er macht von allem und jedem Bilder und Videos – sogar dort, wo es strengstens verboten ist (was ist denn auch reizvoller als ein Foto von einem „no-photo-Schild“ zu schießen!?). Sein absolutes Fachgebiet ist das Diskutieren (#gender), denn er kann zu jedem einzelnen Thema etwas sagen (und tut es auchJ ). Wer Lust auf Spaß und Ironie hat, ist bei ihm bestens aufgehoben (wir sagen nur: Wasabiwettessen)!

#BitteNichtWiederDiskutieren #Wasabi #Kameramann #HatImmerRecht

Michael Nguyen alias der Schlafende findet bei jeder Tages- und Nachtzeit (öfter aber zu Tageszeiten) eine mehr oder weniger bequeme Gelegenheit zu schlafen. Dank ihm ist auch unsere Abkürzung ASS (Asian Sleeping Syndrome) entstanden. Dank seines asiatischen Aussehens wird er des Öfteren von anderen Teilnehmern gefragt, ob er denn auch WIRKLICH zu den Deutschen gehört. Im Vergleich zu uns ist er ein professioneller Mit-Stäbchen-Esser und gibt uns da im Notfall auch Nachhilfeunterricht.

#fotografiertUndFilmtAlles #MeisterDerGrimassen #JederWillMitIhmFotosMachenUndSprechen

Tobias Jacob alias der Isso-Sager bezauberte vermutlich die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Science-Fair. Sätze wie „Do you have facebook.”, “Give me your number!” und “you are sooo tall” müssten seitdem zu seinem Alltag gehören. Als seine Lieblingshobbys beschreibt er selbst Essen und Schlafen, die er auch hier tatkräftig verfolgt. #eatsleepeatagainrepeat

#TobiasOderJacob? #surferboyUndFrauenschwarm #WennIchHungerHabeGehtNichtsMehr

Am Start vom Werner-von-Siemens-Gymnasium Magdeburg, die ein Spektrometer aus Alltagsgegenständen gebaut haben, sind:

Herr Thormeyer alias Klausi ist Delegations-Ältester und stellt sich dieser Aufgabe mit viel Verantwortung, indem er uns des Öfteren nach unserem Wohlbefinden befragt. Mit seiner Mini-Videokamera filmt er eigentlich jeden mehr oder weniger interessanten Augenblick unserer Zeit in Japan – und wenn nicht, dann fotografiert er gerade mit einer seiner beiden anderen Kameras. Durch sein geschichtliches und informatisches Fachwissen trägt er zu Allgemeinbildung unserer ganzen Delegation bei.

#3Kameras #WasFilmtErEigentlichImmer #SchläftImVergleichZuUnsNurNachts #ImmerKaffee

Lukas alias der-fast-noch-öfter-einschlafende-als-Michael ist unser Blog – Genie und auch der Verantwortliche dafür, dass unser Blog so eine coole Bildergalerie hat. Unter dem bereits beschriebenen Schlafmangel leidet er vor allem, wenn’s wackelt und dunkel ist #Ubahn #BusImTunnel #Zug (Sonst würde er nicht freiwillig vorschlagen, auch mal früh ins Bett zu gehen!). Da er der Auserwählte unserer Delegation war, um dem Bürgermeister von Kyoto einen Besuch abzustatten, mussten die Japaner ihm einen extra langen Kimono schneidern (immer diese Leute, die zu groß sind für Japan und überall dort mit dem Kopf irgendwo dranstoßen 😉 ).

#kannKeineNudelnUndReisMehrSehen #BlogBilderVerwalter #kritischerBlick #verdammtcoolerTyp

Marius Weiser alias der Weise(r) alias das Trampeltier ist unser teilweise sarkastischster Blog-Schreiber (dabei auch für die Einführung der #Hashtags verantwortlich #innovativ) und Wortwitzfanatiker, denn: Egal, wie weise du bist, Marius ist Weiser! Gleichzeitig ist er auch ein erfahrener Japanisch-Dolmetscher, denn durch seine selbstständig erworbenen Japanisch-Kenntnisse (z.B. „Wo gibt es eine gelbe Toilette?“) ist er uns bei jedem Gespräch mit nicht-Englisch-sprechenden Japanern eine große Hilfe.

#manchmalHyperaktiv #großesLachen #SarkasmusKing #Hashtageinführer #Pfeiffe(r)

Bleibt nur noch das Helmholtz-Gymnasium aus Karlsruhe, das mit dem perfekten Projekt für Fans von Brettspielen und hoher Mathematik über das Spiel „Qwirkle“ nach Japan reiste.

Chefin dieses Delegationsteils ist Frau Möhler alias Gabi, die als einzige hier keinerlei Anzeichen von schlechter Laune äußert. Sie geht gerne für uns Schüler auf Wasserjagd um uns den Alltag bei gefühlten 40 Grad zu erleichtern und ist bei den beiden anderen Lehrern als Gesprächspartner beliebt, dem man den Lehrplan in Rheinland-Pfalz oder die Bestandteile eines Lasers erklären kann und dabei höchste Aufmerksamkeit gewidmet bekommt.

#dieAllerlliebste #Gabi #AlleMögenSie #SagtNichtsFalsches #Kulturfanatikerin #BegeistertWennSieWasLernenKann

Felix Dehnen alias der Verrenkungskünstler alias der Mathematiker, der zusammen mit Marius den besten Lotussitz der ganzen Delegation machen kann. Als bewährter Origami-Fan hatte auch er keine Probleme damit, komplizierte Faltkonstruktionen bei unserer Schulexkursion zu erstellen. Wetten-ich-kann-mehr-Löffel-Chilipulver-als-du-essen-Sätze gehören mittlerweile zu seiner Spezialität und lassen uns so langsam anzweifeln, ob er denn überhaupt Geschmacksnerven hat! Als einziger Vegetarier der ganzen Delegation bringt er die Bedienung auf der Suche nach vegetarischen Speisen so manchmal fast zum Wahnsinn 🙂

#redetSeeehrSchnell #beendetSätzeEinfachNicht #DehnenIstSeineSpezialität #VieleAsiatischeGeschenkeBekommen

Lisa Mirlina alias stimmungsmachende Wortwitz-Lachkanone hat es als einziges Mädchen nicht immer leicht. Egal, gegen die Jungs setzt sie sich auf alle Fälle durch. Einsame Kriegerin und gleichzeitig die stolze Mama die uns #Kinder nennt. Aber eigentlich meint sie es gut, sie ist die wohl liebste Seele der Delegation. Wenn ihr etwas nicht gefällt, behält sie es für sich. Oder, keine Ahnung, vielleicht hat ihr bis jetzt alles gefallen. Ohne sie wäre es hier wesentlich langweiliger.

#bestGirl #HAIter #EnttäuschtNiemanden #Singsuper #HatImmerLustigeIdeen

Jetzt kennen Sie uns alle… was bleibt uns noch zu sagen? Auch wenn wir uns erst kürzlich kennen gelernt haben – wir sind ein Team, denn wir sind B(r)uddhas!

„Hai“ in Sicht!

Bevor wir mit dem heutigen Beitrag beginnen, ein kleiner japanischer Input. Das wohl meistverwendete Wort in der japanischen Sprache (das übrigens jedes Mal von einem Kopfnicken und einer kleinen Verbeugung begleitet wird), ist „Hai“, das so viel wie „Ja!“ bedeutet. Vielleicht verstehen Sie ja nun unsere heutigen Wortwitze 😉

Wir treffen Frau Hattori (und ja, sie hat #Japanisch nicht verlernt!) wieder getroffen. Sie möchte uns einen noch tieferen Einblick in das buddhistische Japan gestatten – und so führt sie uns unermüdlich durch unzählbare spirituelle Tempel, Garten und Philosophenwege (deren Namen man sich nur schwer merken kann, wenn man nicht gerade Japaner ist), dass uns vor lauter WHAIsheit und Räucherstäbchen schon ganz schwindelig wird.

Erste Station ist der Ginkakuji Tempel mit dazugehörigem Bummelgarten. (Dieser heißt so, weil man ihn beim Gehen erkundet anstatt von einer Terasse aus). Manchmal bummeln wir Frau Hattori wohl etwas zu viel – aber doch nur um die 180 verschiedenen Moossorten im Garten zu identifizieren und durch unzählige Fotos des makellosen Zen-Gartens unsere eigene Mitte zu finden. #OhneMoosNixLoos

Pünktlich zur Rush-Hour dürfen wir auch einen maßlos überfüllten Nahverkehrsbus betreten – trotz erschwerter Umstände bilden alle Japaner eine ordentliche Schlange vor dem Buseingang – der hinteren Tür. Einzig und allein durch unsere gesammelte Masse von 11 Personen schafften wir es, uns überhaupt in den Bus hinHAInzuquetschen, und auch das Aussteigen wird zu einer richtigen Herausforderung. Aber was soll’s, immerhin wissen wir jetzt, wie es den Japanern auf dem Weg zu Arbeit gehen muss.

Das nächte Philisophenlevel erreichen wir auf dem Philisophenweg – einem Weg parallel zum Kanal, der auf beiden Seiten von kleinen Sehenswürdigkeiten begleitet wird: Riesige Koi-Karpfen, die sich im Schatten unter den Brücken verstecken, alte Steine mit umgebundenem Latz, die an die früher hohe Kindersterblichkeit erinnern und die Familie vor bösen Geistern schützen soll, sowie eine glücklich angelnde Plüschbärenfamilie am rechten Flussufer. SieFelix-san hat sich bei ihnen gleich HAImisch gefühlt und konnte auf ein Foto natürlich nicht verzichten,

Das darauffolgende Mittagessen sollte eines der Höhepunkte unserer Essenserlebnisse werden. Ein edles Restaurant namens „Junsei“ inmitten eines Zen-Gartens. Serviert wird die Spezialität des Hauses: HAIßer Tofu in verschiedensten Variationen (ob mit Miso-Paste, gekocht, gebraten, eingelegt oder mit Sesam)! Zu Beginn hatte jeder noch 3 Tellerchen vor sich – es endete damit, dass nach und nach jeder die Kontrolle über die Anzahl der vor ihm stehenen Gerichte verlor! #fettesLike

Gleich nach dem kulinarischen Höhepunkt ergibt sich auch der kulturelle Höhepunkt: Der Sanjusangen-do-Tempel: ein beeindruckendes Bauwerk mit noch beeindruckenderem Inhalt (am liebsten hätten wir dort 1000 Bilder geschossen, jedoch war das Fotografieren dort leider verboten!):

1001 vergoldete Holzfiguren (bei denen, wo das Gold bereits abgefallen war, war nur noch der schwarze Lack zu sehen), die sich sich alle sehr ähnlich sehen, aber sich dann doch in Details völlig voneinander unterscheiden, die den Gott der Barmherzigkeit zeigen (#Juichimen-senju-sengen Kanzeon #ISSO #AllesKlaro?) – mit 40 Armen und 11 Köpfen #NurEinLächeln. Und das, wo die Figuren schon 700 Jahre alt sind. 3 haben Urlaub und arbeiten in den 3 staatlichen Nationalmuseen (den drei KHAIserstädten Nara, Kyoto und Tokyo). Die Figuren werden dabei durchgehend renoviert – im Jahr immer 10 Stück. Nach 100 Jahren, wenn alle Fuguren renoviert sind, wird aber sofort wieder von Vorne angefangen 🙂

Eine Juchi #PunktPunktPunkt hat etwas in der Hand, das wie ein Handy (mit Tasten!) aussieht.  Es ist eine Zaubertafel und man kann damit Rettungsaktionen auslösen, denn im Tempel finden regelmäßig Meisterschaften im Bogenschießen (ausschließlich für 20-jährige Mädchen) statt – mehrere Löcher in den Wänden machen deutlich, wie oft diese GottHAIten hier gebraucht werden…

Wir nutzen die GelegenHAIt und befragten das Orakel: Für 100 Yen (etwa 80 ct 🙂 ) können die Götter des Buddhismus gerufen und ein Urteilsspruch gezogen werden. Die die-Götter-anrufenden erwischt es ganz gut: Lisa zieht den Gott des Reichtums und der Fruchtbarkeit (die Fruchtbarkeit der Felder ist gemeint), um ihren Wolstand wird man sich keine Sorgen mehr machen müssen. Michael und Marius erwischen den Gott des Segens. Er ist der Joker: Wohlstand, GesundHAIt und ein langes Leben.

Eine letzte Hinwenung zum Buddhismus erfahren wir am Kiyomizo Tempel, zu dem uns Frau Hattori-san (dreimal dürft ihr raten, was sie kann!) eine aufmunternde Geschichte erzählt: Wer sich von den Götter einen Wunsch erhofft, muss 7 Tage lang nach den strengen Regeln des Tempels leben. Dazu gehört unter anderem das nächtliche Beten. Das Licht darf aber auf keinen Fall angeschaltet werden, dies wiederspricht dem Brauch. Die Leute müssen sich also voran tasten, dabei Kratzen sie unter anderem den Lack vom Holz. Zum Schluss der Prozedur muss man – und wer nicht richtig aufpasst, tut es sowieso – stürzt über das Balkonende in die Tiefe springen oder stürzen. – Nach Statistik überlebt man das dann zu 80%, das heißt 20% der #Fälle (!) dürfen auf den Kreis der ewigen Wiedergeburt verlassen. #Vielleicht

 

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