Monat: Juli 2017

Vorstellung der Delegation 2017: (3) Geschwister-Scholl-Gymnasium Lebach

Geschwister-Scholl-Gymnasium Lebach

Yanick Prianon, Lehrerin Madeleine Müller und Lukas Moritz Roth (von links) vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Lebach.

Zu Beginn wollen wir kurz unsere Schule vorstellen, das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lebach. Für die, die es nicht wissen: Lebach liegt in der Mitte des schönen Saarlandes. Unsere Schule ist ein MINT-Excellence-Center, daher liegt auch einer der Schwerpunkte an unserer Schule auf naturwissenschaftlichen Fächern. Aber wir sind auch sportlich sehr aktiv. Zum Beispiel bei der Skiexkursion in Klasse 7 und bei dem alljährlichen City-Lauf, bei dem Geld für einen guten Zweck erlaufen wird. Auf Grund dieser Schwerpunkte sind wir sehr erfolgreich in sportlichen Wettbewerben und natürlich auch bei naturwissenschaftlichen Veranstaltungen, denn wir sind die zweitbeste Schule bei Jugend forscht in diesem Jahr. Da die Schule in den letzten Jahren so erfolgreich war, sind wir 2017 zur besten Schule des Saarlandes ernannt worden. Aber genug der Prahlerei, jetzt zu uns selber:

Yanick Prianon und Lukas Moritz Roth
Yanick wurde am 24.01.2001 und ich (Lukas) wurde am 16.06.2001 geboren. Wir kennen uns jetzt seit drei Jahren und gehen in eine Klasse. Wir kommen nun in das 11. Schuljahr. Zusammen mit unseren Klassenkameraden Felix und Julian kamen wir vor etwa 10 Monaten auf die Idee ein intelligentes Bewässerungssystem zu entwickeln. Gemeinsam nahmen wir mit diesem System am IoT Hackathon sowie bei Jugend Forscht erfolgreich teil. Die Idee zu diesem Projekt kam uns, als bei Julian Regenfässer überliefen und bei mir Blumen vertrockneten. Jedes Mal waren wir nicht zu Hause. Wir entschieden uns dazu diese Probleme zu verbinden und etwas zu entwickeln, das diese löst. Unser System übernimmt also verschiedene Aufgaben im Garten. Zum einen verhindern Ultraschallsensoren das Überlaufen der Regentonnen im Garten bei starkem Regen. So verhindern wir, dass man bei Regen völlig durchnässt das Regenfass schließen muss. Des Weiteren bewässert unser System den Garten automatisch: wenn dieser zu trocken wird, sendet das System eine gewisse Menge an Wasser an das betroffene Beet. Auch hier helfen wir älteren Menschen, da diese keine schweren Gießkannen mehr tragen müssen. Zusätzlich kann man das Wasser auch aus einem Wasserhahn wie gewöhnlich entnehmen. Gleichzeitig kann man alle Funktionen auch über eine Webseite steuern. Von dort aus kann man den Garten manuell bewässern, die Werte der Sensoren und auch die Füllstände der Regenfässer ablesen.
Wir waren total begeistert, als wir mitgeteilt bekamen, dass es zwei Plätze für eine Reise nach Japan gibt. Zum Glück konnten wir uns ohne Streit einigen wer von uns vieren mitfahren darf, denn so eine Chance darf man sich nicht entgehen lassen.
Da wir nun ja auch unsere Reisepartner kennengelernt haben, freuen wir uns umso mehr auf diese Reise. Abgesehen davon, dass wir vielen Leuten unsere Idee eines intelligenten Bewässerungssystems näher bringen können erhoffen wir uns auch unsere Englischkenntnisse zu verbessern. Dies wäre ein entscheidender Vorteil für die kommende Oberstufe. Natürlich ist aber auch die japanische Kultur sehr interessant.

Madeleine Müller
…ist seit 2003, erst als Referendarin und später, als Lehrerin an unserer Schule für die Fächer Biologie und Erdkunde zuständig. Zuvor war sie schon in der Hochbegabtenförderung IQXXL im Saarland tätig. Da unsere Schule eine schulinterne Fördergruppe betreibt blieb sie gerne, auch wenn sie relativ weit von unserer Schule entfernt wohnt.
Als Mitglied der erweiterten Schulleitung hat sie die Koordinatorenstelle Qualitätsentwicklung inne. Im Programm „Jugend forscht“ betreute sie bislang Schülergruppen im Fach Biologie. Yanick kennt Frau Müller als Lehrerin in der Unterstufe und ich kenne sie über die Skiexkursion in Klasse 7, die sie organisiert und durchführt. Aus ihren beiden Fächern heraus reist sie gerne und hat auch schon viele geographische und botanische Highlights gesehen.
Sie freut sich als Vertreterin unserer Schule, neue Ideen und Eindrücke aus einem uns doch weitgehend unbekannten Bildungssystem gewinnen zu können und vielleicht auch Anregungen zu bekommen oder sogar neue Kontakte für die Schule knüpfen zu können. Darüber hinaus findet sie es extrem spannend, dass sie durch diese Reise die Gelegenheit bekommt ihren eigenen Horizont erweitern zu können, indem sie ein für sie noch unbekanntes Land mit einer wahnsinnig interessanten Kultur kennenlernen darf. Nicht zu vergessen freut sie sich über die Begleitung zweier ausgesprochen charmanter junger Männer und wie wir seit Berlin wissen, ein Mitglied einer sehr netten Delegation sein zu dürfen.

Vorstellung der Delegation 2017: (2) Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd

Landesgymnasium für Hochbegabte_2017

Julia Carlotta Piazolo, Margaretha Feulner und Lehrer Dr. Lukas Amadeus Schachner (von links) vom Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd.

Wir, das sind Margaretha Feulner und Julia Piazolo, freuen uns sehr, dieses Jahr mit nach Japan reisen zu dürfen! Wir kommen vom Landesgymnasium für Hochbegabte (LGH) in Schwäbisch Gmünd und werden von unserem Lehrer Herrn Dr. Schachner begleitet. Noch keiner von uns war je in Japan und so sind wir besonders gespannt darauf, die kulturellen Besonderheiten des Landes und natürlich die Japaner selbst kennenzulernen.

Unsere Schule ist eine MINT-EC-Schule, die viele Möglichkeiten bietet, sich über den eigentlichen Schulstoff hinaus mit anderen Themengebieten zu beschäftigen. So existiert eine Vielzahl an Addita aus dem naturwissenschaftlichen, sprachlichen, sportlichen oder aber auch musisch-künstlerischem Bereich. Wir hatten zum Beispiel das Glück, unser Projekt „Antibiotikaresistente Keime in Rohmilch – die Gefahr aus dem Stall“ an unserem Schülerlabor erarbeiten zu können. Außerdem ist das LGH eine Internatsschule und nachdem wir beide nun das Abitur gemacht haben, werden wir das Wohnen und Leben dort sehr vermissen.

Bei unserem Projekt an dem wir nun schon zwei Jahre forschen, geht es, wie der Titel bereits verrät, um antibiotikaresistente Keime in der Tierzucht. Wir wollten feststellen, inwiefern der reduzierte Einsatz von Antibiotika zu einer signifikanten Veränderung hinsichtlich der Resistenzentwicklung führt. Als Untersuchungsgrundlage hierfür diente Rohmilch, anhand derer wir verschiede Biobauernhöfe und konventionelle Großbetriebe verglichen und einzelne Kulturen auch in Bezug auf Multiresistenzen oder den horizontalen Gentransfer hin untersuchten. Die Arbeit am Projekt war zwar oft anstrengend, hat zusammen im Team aber immer sehr viel Spaß gemacht.

Margaretha Feulner
Mein Name ist Margaretha Feulner, aber alle nennen mich Greta. Momentan bin ich noch 19 Jahre alt, ich werde aber zu Beginn unserer Reise 20 werden. Das LGH habe ich nur in der Oberstufe besucht, aber ich bin froh, über die kurze Zeit so tolle Freunde gefunden zu haben, zum Beispiel Julia. Durch unser Jugend-forscht-Projekt in der Sparte Biologie dieses Jahr sind wir richtig zusammengewachsen.
Zu meiner Person kann ich sagen, dass ich gerne lese (gut, dass jetzt nach dem Abitur viel Zeit dafür ist). Außerdem gehe ich gerne laufen, oder lange mit dem Hund spazieren (wobei ich beides, Hunde- und Katzenmesch, bin. Oh, und das Glas ist halb voll!). Neben der Biologie ist das Theater meine zweite große Leidenschaft. Um meiner naturwissenschaftlichen Neigung zu folgen würde ich aber gerne zu diesem Wintersemester ein Studium in Richtung Biochemie oder Biologie beginnen.
Jetzt freue ich mich aber erst einmal sehr auf Japan. Ich bin gespannt, das Land erleben zu dürfen, dass ich schon als Kind besuchen wollte und hoffe für meinen weiteren akademischen und persönlichen Weg viel mitzunehmen. Also: Auf eine tolle Zeit!

Julia Piazolo
Ich bin 17 Jahre alt und komme aus Friedrichshafen am Bodensee. Seit 2014 bin ich als interne Schülerin am LGH in Schwäbisch Gmünd und habe dieses Jahr dort Abitur gemacht. Nach den Sommerferien und der Japanreise werde ich im Herbst wahrscheinlich mit einem Chemie-Studium beginnen. In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport und lese viel. Außerdem spiele ich Bratsche und singe im Chor.
Die Japanreise wird für mich sicherlich ein ganz besonderes Ereignis. Zunächst freue ich mich natürlich darauf, unser Projekt nochmals vorstellen zu können und mir die japanischen Projekte anzusehen. Besonders gespannt bin ich aber darauf, mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch zu kommen und mehr über deren Sitten und kulturellen Gebräuche zu erfahren. Diese scheinen sich doch sehr von den unsrigen zu unterscheiden und ich finde es schön, mir bald selbst ein Bild machen zu können und hoffe, dabei in nicht allzu viele Fettnäpfchen zu treten.

Dr. Lukas Amadeus Schachner
Herr Dr. Schachner ist Fachschaftsleiter NwT am LGH und unterrichtet Physik, NwT, Italienisch, Latein und Arabisch. Außerdem übernimmt er die stellvertretende Internatsleitung für die Oberstufe. Studiert hat er an verschiedenen Universitäten in mehreren Städten, so auch in Wien, Tunis, Paris und Oxford. Bevor er als Lehrer zu uns kam, war er an der Universität Heidelberg, der University of Oxford, am St. John’s College (Oxford) und an der Universität des Saarlandes tätig. Seine besonderen Interessen gelten der Wissenschaftsgeschichte, physikalische Archäometrie, Byzantinistik, Orientalistik und Islamwissenschaft, Archäologie und Kunstgeschichte. Außerdem ist er begeisterter Fotograf und mag Kirchenmusik und Jazz.

Insgesamt erwarten wir die Reise alle in großer Vorfreude und sind gespannt auf eine interessante und erlebnisreiche Zeit im fernen Osten!

Vorstellung der Delegation 2017: (1) Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg

Friedrich-Dessauer-Gymnasium_2017

Felix Leon Braun, Luca Fäth und Lehrer Alexander Pabst (von links) vom Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg.

Wir sind Luca und Felix vom Friedrich-Dessauer-Gymnasium in Aschaffenburg. Das Besondere an unserer Gruppe ist, dass wir mit zwei Projekten antreten. Luca hat ein Self-balancing Unicycle gebaut und ich (Felix) habe mit Flechten als Bioindikator im Obstbau geforscht. Uns begleitet Herr Pabst, unser MINT- Koordinator und mein ehemaliger Mathelehrer. Erst vor wenigen Tagen haben wir unser Abiturzeugnis erhalten und planen gerade für unsere Zukunft. Da trifft es sich doch perfekt, dass wir jetzt unsere Projekte Jungforschern in Japan vorstellen dürfen.

Das Friedrich-Dessauer-Gymnasium ist ein naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium mit ca. 1400 Schülern. Dies ermöglicht unserer Schule ein großes Spektrum von Arbeitsgemeinschaften im naturwissenschaftlichen, sportlichen und künstlerischen Bereich anzubieten. Dieses Jahr sind wir die Jugend-forscht-Schule 2017 geworden.

Felix Leon Braun
Geboren am 11.05.1999 in Aschaffenburg und seit 2009 Schüler am Friedrich-Dessauer-Gymnasium. Seit ca. 5 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Flechten. Zu Beginn legte ich Forschungsreihen zur gezielten Ansiedlung von Flechten an und betätigte mich anschließend in der Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Flechten, um mehr Interesse und Akzeptanz für diese besonderen Lebewesen zu erreichen. In meinem neusten Projekt nutze ich die Eignung von Flechten als Bioindikator für die Überprüfung der Pflanzenschutzmittelbelastung im Obstbau. Für den Herbst strebe ich ein Studium in Human- und Molekularbiologie an. Meine Hobbies sind Badminton und Bogenschießen. Wenn die Zeit reicht, gehe ich auch gerne schwimmen und Fahrrad fahren; außerdem spiele ich Snaredrum im Fanfarenzug.
Wir wurden schon davor gewarnt, wie groß die Umstellung auf die japanische Kultur sein würde und dass wir wohl viel falsch machen können. Dennoch freue ich mich wahnsinnig darauf herauszufinden, worin denn genau die Unterschiede liegen und wie groß sie sind; vor allem aber auch, wo wir Gemeinsamkeiten haben.

Luca Fäth
Geboren am 22.07.1999 in Aschaffenburg und seit 2009 Schüler am Friedrich-Dessauer-Gymnasium. Vor 2 Jahren habe ich die Idee gehabt, ein selbstbalancierendes Einrad zu konstruieren, welches ich dieses Jahr bei Jugend forscht vorgestellt habe. Mit meinem Einrad ist es möglich, sich nur mit der Verlagerung des eigenen Körperschwerpunktes, vor- bzw. rückwärts zu bewegen. Es wird umweltfreundlich von einem Elektromotor angetrieben. Die Spitzengeschwindigkeit beträgt dabei 25 km/h und die Akkulaufzeit beläuft sich auf circa 2 Stunden. Nach einem Auslandsjahr in Neuseeland möchte ich gerne Maschinenbau oder Mechatronik dual studieren. In meiner Freizeit spiele ich Fußball im Verein und bin Teamer einer Jugendgruppe. Außerdem spiele ich Klavier und bin begeisterter Hobby-Fotograf. Deshalb freue ich mich auch sehr auf die Japan-Reise. Japan beherbergt die größten Kamerahersteller und ist generell ein technisch fortschrittliches Land. So ist es für mich besonders interessant, sowohl die dortige Technikwelt als auch die japanische Kultur zu entdecken.

Alexander Pabst
Aufgewachsen in Erlangen, der Stadt, in der der diesjährige Bundesentscheid von Jugend forscht stattgefunden hat. Dort hat Herr Pabst auch sein Abitur gemacht und dann von 1991 bis 1997 Mathematik und Physik an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen studiert.
Von 1997 bis 1999 war er Referendar in Fürth und Erlangen und seit 1999 ist er Lehrer am Friedrich-Dessauer-Gymnasium in Aschaffenburg.
Jetzt ist Herr Pabst Mitarbeiter in der Schulleitung und MINT-Koordinator unserer Schule.
Als Hobbies gibt er Fußball schauen (am besten im Stadion) und Wasserball spielen an.
Deshalb hat er sehr großes Interesse daran, ein Fußballspiel in Japan live zu erleben. Ansonsten ist er vor allem gespannt darauf, welche Projekte die japanischen Jungforscher im Bereich Mathematik vorstellen.

Natürlich freuen wir Schüler uns darauf, unsere Projekte den japanischen Schülerinnen und Schülern und Jungforschern vorzustellen und sind auf ihre Rückmeldungen gespannt. Das Kennenlernen der Menschen sowie ihrer Kultur und vor allem die direkte Begegnung mit ihnen und das gemeinsame Erleben, ist unserer Gruppe jedoch an dieser Japanreise das Allerwichtigste.