Goodbye Kobe

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Mit etwas mehr Schlaf als gestern ging es heute morgen mit den ausländischen Delegationen auf zur Rokko Island High School, wo uns ein umfangreiches Programm geboten wurde. Nach der halbstündigen Busfahrt wurden wir sogleich in eine Versammlungshalle geführt, wo uns zunächst das Tagesprogramm erklärt wurde. Daraufhin kamen wir in den Genuss dreier Musikstücke, die in beeindruckender Weise vom Schulorchester dargeboten wurden.

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Anschließend stellten wir uns der „Marshmallow Challenge“. Dabei ist es das Ziel, mithilfe von 20 Spaghetti, 90 cm Klebeband und 90 cm Schnur einen möglichst hohen Turm zu bauen. Nach einigen Mühen gelang es zumindest allen deutschen Schülern (also nicht den Lehrern) die deutsche Ingenieurskunst in Japan zur Schau zu stellen. Dabei gelang es einem Team sogar den Weltrekord (inoffiziell) zu brechen und somit den Wettbewerb für sich und Deutschland zu entscheiden.

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Unsere Super-Baumeister: Yanick und Lukas mit ihrem Spaghetti-Turm.

Nun wurden wir in die Kunst der Kalligraphie eingeführt. Dabei hatten wir zunächst unter Anleitung die Gelegenheit unsere Künste auf Papier zu erproben, sodass wir anschließend Fächer mit Schriftzeichen verzieren konnten, die wir als Gastgeschenk mitnehmen konnten.

Schließlich hatten wir die Chance an einer traditionell japanischen Teezeremonie teilzunehmen. Dabei wird zunächst eine japanische Süßigkeit auf Sojabasis gereicht und gemeinsam gegessen. Anschließend wird aufgeschäumter, grüner Tee verteilt und nachdem man einige vorgeschriebene Worte untereinander wechselt, kann der Tee konsumiert werden. Neben der Teezeremonie beeindruckten uns vor allem die wunderhübschen japanischen Mädchen in ihren Kimono.

Vor der Weiterfahrt zur Great Hanshin-Awaji Earthquake Memorial Disaster Reduction and Human Renovation Institution (kurz Kobe Earthquake Memorial) gab es eine Mittagsverpflegung in der Schulischen Mensa.

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Das Museum setzt sich von den uns bekannten deutlich ab, da es weniger fachbezogen sondern eher emotional gehalten war. Dies spiegelte sich auch in dem zu Anfang vorgeführten Film wider, welcher nachgestellte Szenen vom schweren Erdbeben 1995 zeigt. In der Ausstellung, in der leider das Fotografieren untersagt war, wurden viele zerstörte Gegenstände und Fotos aus jenen tragischen Tagen ausgestellt. Dabei besaß jedes einzelne Ausstellungsstück eine persönliche Geschichte, sodass die Emotionen der Betroffenen sehr deutlich weitergegeben wurden. Schließlich ging ein weiterer Film auf das Erdbeben von 2011, sowie den damit verbundenen Tsunami ein, wobei auch hier wieder Emotionen im Vordergrund standen. Nach diesem Programmpunkt, der uns sehr nachdenklich gestimmt hatte, wurden wir wieder zurück zum Hotel gebracht. Dabei verabschiedeten wir uns von den anderen Delegationen, sowie von den japanischen Schülerinnen und unserer Dolmetscherin Konichi-san.

Nun hatten wir Freizeit, die wir dazu nutzten, um Kobes Einkaufsstraßen zu erkunden. Dabei erblickten wir Petshops, die uns im Allgemeinen geschockt haben, da uns die Haltung der Tiere in sehr kleinen Käfigen zuwider war.

Zum Abschluss der Zeit in Kobe kehrten wir in ein Burgerrestaurant ein, wo wir uns eine deftige Abwechslung zum japanischen Essen gönnten. Vielen Dank an Johannes für diesen Geheimtipp!

Goodbye Kobe, es war schön bei dir.

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