Monat: Juli 2019

Guten Tag aus Wuppertal!

Zu dritt reisen wir mit der MINT-EC-Delegation im August 2019 nach Japan und freuen uns sehr, dass wir dabei sein können! Wir, das sind die Schüler Moritz van Eimern und Hendrik Tackenberg und Lehrerin Cornelia Wissemann-Hartmann vom Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal.

Nun möchten wir uns zunächst vorstellen.

Mein Name ist Moritz van Eimern und ich bin 18 Jahre alt. Ich gehe gern zum Kampfsport oder spiele Schlagzeug. Ansonsten bin ich immer für kleine handwerkliche Tüfteleien offen. Ich habe diesen Sommer erfolgreich mein Abitur am Carl-Fuhlrott-Gymnasium bestanden und beabsichtige, Physik zu studieren. Ich bin sehr gespannt auf die Reise nach Japan, vor allem da man viel von der japanischen Kultur hört und wir die Möglichkeit bekommen, uns selbst ein Bild zu verschaffen.

Ich bin Hendrik Tackenberg, 18 Jahre alt, und habe dieses Jahr ebenfalls mein Abitur am Carl-Fuhlrott-Gymnasium Wuppertal erfolgreich bestanden. Zusammen mit Moritz werde ich das Projekt zu den Sternwinden der Leuchtkräftigen-Blauen-Veränderlichen Sterne, auch LBV-Sterne, P-Cygni und Deneb im Sternbild Schwan vorstellen. Neben Astronomie interessiere ich mich besonders für Physik und Mathematik und habe diese beiden Fächer auch als Leistungskurs belegt. In meiner Freizeit spiele ich Floorball, eine Sportart, welche Hockey ähnelt, aber deutlich schneller gespielt wird. Außerdem treibe ich gerne Wassersport, wie unter anderem Segeln und Surfen.

Mein Name ist Cornelia Wissemann-Hartmann, am Carl-Fuhlrott-Gymnasium bin ich Lehrerin für Physik, Informatik und Mathematik und auch stellvertretende Schulleiterin. Ich freue mich sehr, dass ich Moritz und Hendrik nach Japan begleiten kann und bin neugierig auf die Wissenschafts-Messe und das Land und die Kultur in Japan. Denn neben dem Arbeiten mit Schüler*innen im Unterricht interessieren mich sehr das Fotografieren, besonders auf Reisen, Sport und Bücher. Gerne tauche ich also real und im Kopf in neue Welten ein.

Unser wissenschaftlicher Beitrag

Unser Forschungsprojekt erreichte im Bundeswettbewerb Jugend forscht den 3. Platz in der Disziplin Geo- und Raumwissenschaften. Untersucht wurden Deneb und P Cygni, zwei Sterne aus dem Sternbild Schwan, welche zu einer besonderen Sternklasse der Leuchtkräftigen Blauen Veränderlichen gehören. Die Besonderheit hierbei liegt in den Sternwinden, die diese Sterne auswerfen. Die spektroskopische Vermessung der Sternhülle kann Aufschlüsse über die Expansionsgeschwindigkeit und über das Auftreten von Massenausbrüchen (High-Velocity-Absorption-Event) liefern. Wir konnten über die Brechung des Sternlichts viele wertvolle Informationen über die Sterne und ihre Außenhülle gewinnen, beispielsweise die Geschwindigkeiten der Winde. Über Langzeitmessungen zeichneten wir das Verhalten der Sternwinde auf und beobachteten Unregelmäßigkeiten.  Mithilfe solcher Beobachtungen kann die astronomische Fachwelt ein möglichst präzises Modell dieser Sternklasse entwickeln.

CFG_Teleskop

Woher kommen wir?

Wuppertal ist heute eine Großstadt mit mehr als 350.000 Einwohnern und Zentrum des stark bewaldeten Bergischen Lands. Die Universitätsstadt Wuppertal mit über 25.000 Studentinnen und Studenten hat sich zu einer modernen Universitäts- und Geschäftsstadt entwickelt.

Die weltberühmte Schwebebahn aus dem Jahr 1898, aus Platzmangel in einem engen Tal erfunden, ist das Hauptverkehrsmittel der Stadt und hat seit 2018 eine kleine Schwester in Japan, die Shonan Monorail in Kamuraka.

Unser CFG

Unser Gymnasium ist das größte Gymnasium in der Region mit 1500 Schüler*innen und 130 Lehrer*innen.  Eine lange Tradition als Stadtteilschule führt über den Namensgeber Carl Fuhlrott, der als Lehrer der Schule im Jahr 1857 den Neandertaler entdeckte und als bedeutender Naturforscher gilt, zur Jugend forscht Schule 2019.

Die Teilnahme an der jährlich stattfindenden Veranstaltung erfolgt auf Einladung des japanischen Erziehungsministeriums. Die Reise wird durch MINT-EC und das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin (JDZB) organisiert und von der Stiftung Jugend forscht und
dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. gefördert.

CFG

Paul Kunisch und Thomas Derra vom Friedrich-Dessauer-Gymnasium

Wir sind Paul Kunisch (17) und Thomas Derra (17) vom Friedrich-Dessauer-Gymnasium (FDG) in Aschaffenburg. Wir besuchen derzeit beide die 10. Klasse und werden voraussichtlich 2021 die Schule mit dem Abitur abschließen. Durch unseren Sieg beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht 2019“ im Fachbereich Chemie haben wir die Möglichkeit bekommen, an dieser Japanreise teilzunehmen.

In unserem Forschungsprojekt „Die ASA-Therapie zur Bekämpfung der Ölpest“ beschäftigten wir uns mit der Beseitigung von Ölteppichen auf dem Meer. Auf Basis eines kostengünstigen Papierleimungsmittels konnten wir ein Adsorptionsmittel entwickeln, das nur Rohöl und kein Wasser aufnimmt.

Mit unseren Forschungsarbeiten haben wir im Jahr 2017 begonnen und wurden dabei tatkräftig von unserem Betreuungslehrer Volker Fries unterstützt, der am FDG – übrigens seiner eigenen Abiturschule – die Fächer Biologie und Chemie unterrichtet.

Friedrich Dessauer Gymnasium9.jpgUnsere Heimatstadt Aschaffenburg liegt am Main in Unterfranken im äußersten Nordwesten Bayerns, ca. 50 km östlich von Frankfurt am Main und zählt knappe 65.000 Einwohner.

Neben vielen kulturellen Möglichkeiten (Theater, Kabarett, …) bietet die Stadt auch große Einkaufsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten, wie z.B. das Wahrzeichen Schloss Johannisburg und das Pompejanum, eine Nachbildung einer Villa aus Pompeji.

Hier befindet sich auch das Friedrich-Dessauer-Gymnasium (FDG) mit naturwissenschaftlich-technologischem und Friedrich Dessauer Gymnasium5sprachlichem Schwerpunkt. Ungefähr 1.350 Schüler*innen gehen hier zur Schule und werden von ca. 140 Lehrer*innen unterrichtet.

Das auf sieben Säulen basierende Leitbild (Gemeinschaftsleben, MINT, Individuelle Förderung, Sprachliche Vielfalt, Erlebnis Sport, Musik und Kultur, Qualitätsentwicklung) spiegelt den Wahlspruch des FDG wider: „Dynamische Schule der Vielfalt“.

Seit 2014 ist das FDG als MINT-EC-Schule Teil des bundesweiten MINT-EC-Schulnetzwerks.

Besonders stolz ist die Schulfamilie des FDG auf den Titel als Deutschlands „Jugend-forscht-Schule“, mit dem sie 2017 ausgezeichnet wurde. Dies zeigt, dass das Engagement von Schulleitung, Lehrkräften und Schüler*innen insbesondere in den MINT-Fächern Früchte trägt. Auch als einer der Sieger beim aktuellen Deutschen Lesepreis konnte das FDG seine Kompetenzen unter Beweis stellen.

Das FDG hat jedoch nicht nur Spannendes und Abwechslungsreiches für begeisterte NaturwisFriedrich Dessauer Gymnasium6senschaftler*innen zu bieten: Auch mit einem breiten Angebot an freiwilligen Sportkursen wie zum Beispiel Klettern, Schwimmen, verschiedene Ballsportarten, etc. ist wirklich für jeden etwas dabei. Als extrem außergewöhnlich könnte man das Projekt der sog. „Ergometer-Klasse“ bezeichnen: die Schüler*innen einer Klasse der 5. Jahrgangsstufe wechseln sich dabei während der Unterrichtsstunden auf sechs im Klassenzimmer stehenden Ergometern ab – bewegte Pause war gestern, heute heißt’s Bewegung auch IM Klassenzimmer!

Und wer keine Lust auf Sport hat, dem stehen die Möglichkeiten offen, Theater zu spielen oder sich musikalisch zu betätigen. Neben einem großen Schulchor bietet das FDG auch kostenlosen Instrumentalunterricht an z.B. für Blas- und Streichinstrumente. Besonders begabte Schülerinnen und Schüler können zudem im Schulorchester oder der BigBand mitwirken.

Als Teil der deutschen Delegation fühlen wir uns außerordentlich geehrt, an der Reise zur Super Science High School Student Fair nach Kobe eingeladen worden zu sein und danken jetzt schon allen an der Organisation Beteiligten. Wir freuen uns darauf, den japanischen Jungforscher*innen unser Projekt vorzustellen und hoffen, auch viel von ihnen und über ihre Kultur lernen zu können. Besonders gespannt sind wir aber auch auf die neuen kulturellen Erfahrungen, da noch keiner des bayerischen Trios der deutschen Delegation bisher einen Fuß auf asiatischen Boden gesetzt hat…

Die Teilnahme an der jährlich stattfindenden Veranstaltung erfolgt auf Einladung des japanischen Erziehungsministeriums. Die Reise wird durch MINT-EC und das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin (JDZB) organisiert und von der Stiftung Jugend forscht und
dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. gefördert.

Klara und Ferdinand Krämer aus Weitersburg und ihr Jugend forscht Projekt „TIANE-Ein offener Smart-Home Sprachassistent“

Wir sind die Geschwister Ferdinand und Klara Krämer aus Weitersburg und wir sind 20 und 18 Jahre alt. Klara geht ab August diesen Jahres in die 13. Klasse des Johannes-Gymnasiums Lahnstein (Rheinland-Pfalz) und wird im März ihr Abitur machen. Ferdinand, der dort bereits 2018 sein Abitur bekommen hat, macht aktuell ein duales Studium zum Elektroingenieur bei der Firma Stabilus in Koblenz (Rheinland-Pfalz).

Gemeinsam waren wir dieses Jahr mit unserem Projekt „TIANE – Ein offener Smart-Home Sprachassistent“ im Wettbewerb Jugend forscht sehr erfolgreich und haben auf Bundesebene den 2. Platz in der Kategorie Mathematik/Informatik erzielt.

Wir beide wohnen in einem ruhigen kleinen Dorf mit wunderschönem Blick ins Rheintal. Dort sitzen wir oft und gerne im Garten mit der gesamten Großfamilie, da Groß- und Urgroßeltern, Tante, Cousinen und Cousins größtenteils in der gleichen Straße wohnen.

Weitersburg

 

Mein Name ist Klara Krämer und mich begeistert Logik und alles, was durch logische Schlussfolgerungen beschrieben werden kann. Deshalb hat mir der Informatikunterricht so gut gefallen, dass ich zusätzlich zu meinem eigenen Kurs in meinen Freistunden auch den parallelen Informatikkurs besuche, da in beiden oft sehr unterschiedliche Themen behandelt werden. Tüfteln und Programmieren macht mir sehr viel Spaß und obwohl ich dieses Jahr zum ersten Mal an Jugend forscht teilgenommen habe, haben der Wettbewerb und die Arbeit an unserem Projekt mir gezeigt, wie gerne ich Informatik studieren würde, was ich nach meinem Abitur im März 2020 anstreben werde. In meiner Freizeit verbringe ich viel Zeit in der Tanzschule, wo ich an vielen verschiedenen Paartanzkursen teilnehme. Außerdem mache ich seit einigen Jahren Leistungsturnen, ich spiele Geige, singe im Kirchenchor unserer Pfarrgemeinde, in der Ferdinand und ich zudem beide Messdiener sind, ich gebe drei jüngeren Schülerinnen Nachhilfe und unterrichte eine Grundschulgruppe im Geräteturnen.

Bei unserem Projekt betreut uns Klaras Stammkurslehrer und Ferdinands ehemaliger Physik-Leistungskurslehrer Norbert Fisseni, der bereits im letzten Jahr Ferdinands Jugend forscht Projekt mit Begeisterung unterstützt hat.

Ich bin Ferdinand Krämer und hatte schon immer viel mit Technik zu tun. Als Kind habe ich mit Lego angefangen, schnell kamen aber auch andere Baukastensysteme dazu, vor allem Fischertechnik, und von allen haben mich die programmierbaren Robotik-Sets immer am meisten interessiert. So habe ich dann auch vor drei Jahren angefangen, größere Projekte für Jugend forscht zu entwickeln, und durfte mich damit auch letztes Jahr schon über einen Landessieg freuen. Meine Freizeit verbringe ich dementsprechend tatsächlich zum größten Teil damit, am Computer oder in meiner Technik-Werkstatt an meinen Projekten zu feilen oder neue Ideen auszutüfteln. Außerdem besuche ich seit Jahren Paartanzkurse.

Unser Projekt zielt darauf ab, einen Smart-Home-Assistenten namens TIANE nach dem Vorbild von Alexa & Co. zu entwickeln, der aber im Gegensatz zu diesen kommerziellen Versionen möglichst komplett Open Source und somit voll vertrauenswürdig sein soll. Da wir zwar schon ein paarmal überlegt hatten, uns einen solchen Sprachassistenten anzuschaffen, dann aber schnell wegen der gängigen Datenschutzbedenken zurückgeschreckt sind. Also haben wir TIANE als garantiert und – da der Quellcode offen im Internet steht – überprüfbar sichere Alternative entwickelt. Diese Vertrauenswürdigkeit ermöglicht es uns außerdem, TIANE mit zusätzlichen Funktionen wie beispielsweise Kameras mit Gesichtserkennung auszustatten, dank derer sie ihre Nutzer erkennen und im Haus finden kann, um sie selbstständig genau dort anzusprechen.

Wir freuen uns sehr darauf, viele neue Menschen kennenzulernen, etwas über die japanische Kultur zu erfahren und besonders auf die vielen neuen Erfahrungen, die wir zweifellos auf unserer Japanreise sammeln werden.

Die Teilnahme an der jährlich stattfindenden Veranstaltung erfolgt auf Einladung des japanischen Erziehungsministeriums. Die Reise wird durch MINT-EC und das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin (JDZB) organisiert und von der Stiftung Jugend forscht und
dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. gefördert.